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365 Aktionstage Schmerz pro Jahr – für die Mitglieder der DGS die Regel

 
Hilfe an 365 Tagen
für Schmerzpatienten

 

365 Aktionstage pro Jahr gegen den Schmerz:
Forderung nach Bedarfsplanung - Qualifizierung ausweiten –
Gemeinsam mehr erreichen

[PersAnredeGesamt]

23 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Etwa 2,8 Millionen dieser schwerst betroffenen Patienten benötigen dringend eine spezielle schmerzmedizinische Behandlung.
Die Versorgung in Deutschland ist aktuell unzureichend. Für die nächsten Jahre erwarten Experten ohne nachhaltige Änderung der Versorgungssituation weiterhin steigende Patientenzahlen und so eine weitere Verschlechterung der schmerzmedizinischen Versorgung.

Forderung nach Bedarfsplanung und Facharzt für Schmerzmedizin
„Aktuell gibt es in Deutschland nur rund 1.000 Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Schmerztherapie, nötig wären für eine flächendeckende Versorgung mindestens 10.000 Schmerzmediziner“, betont Dr. Gerhard Müller-Schwefe. Dazu kommt eine unverändert unzureichende Vernetzung der verschiedenen an der Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzen beteiligten Fachgebiete. „Langfristig kann die Lösung hierfür nur in der Einführung des Facharztes für Schmerzmedizin liegen“, so Müller-Schwefe weiter. „Da sich die Bedarfsplanung an den Facharztbezeichnungen orientiert, ist dies aus Sicht der DGS die einzige Lösung, um die Unterversorgung von Schmerzpatienten mittel- und langfristig zu beheben.“ Dazu gehöre dann auch die Entwicklung entsprechender Lehr- und Weiterbildungsinhalte an den Universitäten. Aktuell füllt die DGS die Ausbildungslücke mit eigenen Qualifikations- und Fortbildungsmaßnahmen.

Qualifizierung ausweiten – Netzwerke bilden
Um auch andere an der Behandlung von Schmerzpatienten beteiligte Fachgruppen zu qualifizieren, bietet die DGS seit einigen Jahren auch Apothekern und Physiotherapeuten speziell zugeschnittene Fortbildungen an. Apotheker und ihre Teams haben hierbei die Möglichkeit, ihre Beratungskompetenz in Sachen Schmerz von der Fachorganisation mit dem Siegel „NetzwerkApotheke Schmerz“ zertifizieren zu lassen. Die Zertifizierung kann durch jährliche Fortbildungen verlängert werden. Physiotherapeuten lernen in zertifizierten Fortbildungen („Schmerzkompetenz Physiotherapie“) z. B., wie Schmerzen chronifizieren und wie man Patienten in Angstvermeidungsstrategien schult. Gemeinsam bilden Schmerztherapeuten, Apotheker, Physiotherapeuten und andere heilkundlich orientierte Berufsgruppen ein neues interdisziplinäres Netzwerk, in dem Betroffene multiprofessionell und sektorübergreifend versorgt werden können.

Gemeinsam mehr erreichen – Nationales Versorgungsforum Schmerz
Die DGS arbeitet darüber hinaus mit weiteren Fachgesellschaften, z. B. mit dem Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) und mit Patientenvertretern der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL), zusammen, um gemeinsam die Schmerzmedizin in Deutschland voran zu bringen, z. B. auch durch politische Aktivitäten. Eine der gemeinsamen Aktionen war das Nationale Versorgungsforum Schmerz im vergangenen November in Berlin. Dort wurden neue Konzepte zur Verbesserung der Versorgung von Schmerzpatienten mit Gesundheitspolitikern, Kostenträgern und ärztlichen Standesvertretern diskutiert.
Weitere Informationen siehe: http://forum-schmerzmedizin.de/2015/dokumentation

Aus: Pressemitteilung der DGS vom 25.05.2016,
weitere Informationen unter http://dgschmerzmedizin.de/download/presse/2016/PM_DGS_365_Aktionstage.pdf

Gerne informieren wir Sie in den nächsten Tagen weiter zu diesem Thema.

Herzlichst
Ihre

Dr. Gerhard H.H. Müller-Schwefe
Präsident
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.

Geschäftsstelle:
Adenauerallee 18 | 61440 Oberursel
Tel. +49-6171-286060 | Fax +49-6171-286069
www.dgschmerzmedizin.de

PD Dr. Michael A. Überall
Vizepräsident
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.