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http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

Entstehungsgeschichte und relevante Eckpunkte die-

ser PraxisLeitlinie:

Im Jahr 2015 entstand unter der Federführung von SanRat Dr. Oliver Emrich die

vorliegende Praxisleitlinie zum Thema Fibromyalgiesyndrom. Die Arbeitsgruppe

umfasste den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, Dr. Ger-

hard Müller Schwefe, Dr. Johannes Horlemann, Dr. Silvia Maurer, Dr. Klaus Läng-

ler und PD Dr. Michael Überall. In akribischer Kleinarbeit wurden alle relevanten

und vor allem alle aktuellen Veröffentlichungen zum Thema zusammengesucht.

Daraus sind die hier breit bewerteten Aussagen zur Ätiologie, Phänomenologie

und den Therapieoptionen von Patienten entstanden. Diese Praxisleitlinie soll

eine praxisnahe Hilfe im Umgang mit Patienten sein, die an Symptomen des Fi-

bromyalgiesyndroms leiden und das sind eben nicht wenige Patienten im Alltag

einer Schmerzpraxis, aber vor allem auch von Allgemeinpraxen, Praxen für Or-

thopädie und Neurologie, sowie Psychotherapie und Psychotherapie. Wenn die

Patienten von den hier vorgeschlagenen Möglichkeiten profitieren und die Leitli-

nie dazu beiträgt noch mehr Patienten zu erkennen, die an Fibromyalgiesyndrom

leiden, das aber bisher nicht wussten, dann ist das Ziel dieses Werks vollkommen

erreicht.

Diese DGS-PraxisLeitlinie umfasst 43 Empfehlungen, die in 4 Kapiteln zu allen As-

pekten des FibroMyalgie-Syndroms - d.h. einem Allgemeinem Teil (n=9), einem

speziellen Teil (n=13), Ätiologie des FibroMyalgie-Syndroms (n=4) und Behand-

lungsempfehlungen (n=17) – Stellung nehmen.

An der Konsentierung beteiligten sich insgesamt 169 Schmerzspezialisten der

Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin und Schmerzexperten der Deut-

schen Schmerzliga. Der Konsentierungsgrad der Aussagen durch die Mitglieder

der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin bzw. der Deutschen Schmerzliga

war hoch (siehe Abbildung 1) und lag im Mittel auf der zugrunde gelegten Zu-

stimmungsskala (einer VAS100 mit den Endpunkten 0 = keine Zustimmung bzw.

100 = volle Zustimmung) bei 93,1±3,2 / 85,5±6,0 (Median: 94,4 / 86,3).

Zukünftige Weiterentwicklung

Diese Praxisleitlinie versteht sich als unabgeschlossen. Sie erhebt keinen An-

spruch auf Vollständigkeit in der Bearbeitung des Themenbereichs „FibroMyal-

gie-Syndrom“.

Es besteht die Möglichkeit, dass wichtige Literaturangaben, klinische Erfahrun-

gen oder Wahrnehmungen von Patienten übersehen wurden. Die Autoren sind

dankbar für jeden Hinweis zu Defiziten, die für therapeutische Entscheidungs-

findungen relevant wären; solche Hinweise werden in die Weiterentwicklung