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http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

# 9

EG:

C

EL:

4

K

A

:

95,0

K

P

:

93,3

Allgemeine wichtige Empfehlungen im Umgang

mit FMS Patienten

Vorverurteilende und/oder moralisierende (Negativ-)äußerun-

gen über die vermutete zentralnervöse Genese des Schmerz-

bildes und seiner Begleitphänomene sollte man unterlassen,

genauso Vermutungen über eine vermeintlich pathologische

Fixierung des Patienten auf sein Krankheitsbild, sowie über

angeblich forderndes Verhalten und nur vermutete Medika-

mentenabhängigkeit. Dagegen sollte man dafür sorgen, dass eine einfühlende

Arzt-Patienten Beziehung aufgebaut wird, mit dem Ziel einer gemeinsamen Stra-

tegieentwicklung durch den in der Pathophysiologie des Syndroms informierten

Arzt. In diesem Zusammenhang ist die frühe Information des Patienten über die

Diagnose-Sicherheit und die Möglichkeiten der Behandlung von allergrößter Be-

deutung. Dies vermeidet weiteres Doktor-Hopping im Gesundheitssystem und

unnötige Untersuchungen, sowie die Fixierung des Patienten auf die Idee, dass

möglicherweise doch noch nicht gefunden und behandelt wurde, was ihm ver-

meintlich fehlt. In diesem Zusammenhang wird die Anbindung an eine Patienten-

selbsthilfegruppe dringend empfohlen.

I. Allgemeiner Teil:Kurzfassung und Vorbemerkungen

Meine Notizen:

Literatur

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