Previous Page  39 / 74 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 39 / 74 Next Page
Page Background

39

http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

# 22

EG:

C

EL:

4

K

A

:

86,7

K

P

:

88,1

Differenzialdiagnose „Somatisierungsstörung“

Im Zusammenhang mit FMS fallen häufig synonym oder erklä-

rend gemeinte Termini technici auf, wie funktionelles soma-

tisches Syndrom, Somatisierungsstörung oder somatoforme

Schmerzstörung. Solche Bezeichnungen sind allesamt aber nicht

überprüft und diskriminieren den Patienten im Hinblick auf eine

eingebildete Erkrankung. Im Gegensatz zu FMS erfordert die

Somatisierungsstörung (richtig: somatoforme Schmerzstörung)

zwingend eine Erkrankung aus dem affektiven Formenkreis als

Ursache. Bei FMS ist eine Depression jedweder Schweregrade zumeist eine kon-

komitante oder Folge-Erkrankung, auch wenn dies im Einzelfall schwierig zu un-

terscheiden sein mag. Im Gegensatz zu Patienten mit somatoformen Störungen

meiden FMS-Patienten aus Negativerfahrungen heraus häufig frustriert medizi-

nische Hilfen und suchen verzweifelt nach somatischen Erklärungen für ihren

(unerklärten) Zustand. Am besten ist FMS mit der Codierung M79.90 gleichzei-

tig deshalb mit der ICD F45.41 chronische Schmerzstörung mit somatischen und

psychischen Faktoren beschrieben.

II. Spezieller Teil

Meine Notizen:

Literatur

36; 128