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http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

# 30

EG:

A

EL:

1+

K

A

:

96,7

K

P

:

86,3

Übungstherapie/Sporttherapie/Physiotherapie/

Chirotherapie/manuelle Medizin und Osteopa-

thie

Der wichtigste Baustein eines erfolgreichen Therapiesettings ist

unzweifelhaft eine individuell maßgeschneiderte Übungs- und

Sporttherapie, mithin eine aktivierende Körperbezogene Eigen-

therapie unter kompetenter Anleitung. Diese kann bestehen in

Einzel-und/oder Gruppengymnastik, auch im (warmen) Wasser.

Aus der Erfahrung heraus empfiehlt sich ein wenigstens übertägiges Übungspro-

gramm, da Schmerzexazerbationen am Tag danach (Flares) eher die Regel als die

Ausnahme darstellen. Wichtig ist, dass den FMS Patienten die Übungen Spaß

machen, sie einen Sinn darin erkennen, denn nur dann wird die Adhärenz zur

(sinnvollen und notwendigen) Methode bestehen bleiben. Auch fernöstliche

Übungstherapien (z.B. Tai Chi) haben sich wegen der Kombination aus Bewe-

gung und Entspannung als wirksam erwiesen. Weniger anzuraten sind un- oder

schlecht physiotherapeutisch kontrollierte Übungstherapien in Fitness-Studios

mit dem Ziel von purem Muskelaufbau und Body-Shaping. Die Übungstherapie

sollte Spaß machen (und erzeugen), leicht durchführbar sein und wenig (oder gar

nichts) kosten. Keines der vielen angebotenen und von Krankenkassen bezahl-

ten Programme hat bislang eine Überlegenheit gegenüber anderen beweisen

können. Nicht-ärztliche und ärztliche Physiotherapie und Chirotherapie können

angewendet werden, wenn FMS Patienten gleichzeitig an dafür indizierten Co-

Morbiditäten leiden. Ein isolierter Effekt von manueller Medizin/Chirotherapie

auf die typischen FMS Beschwerden ist aber bislang nicht beschrieben. Insofern

macht Chirotherapie bei FMS Patienten nur dann Sinn, wenn sie gleichzeitig an

durch Physiotherapie und Chirotherapie behandelbaren Leiden im Bewegungs-

apparat leiden.

IV. Behandlungsempfehlungen

Meine Notizen:

Literatur

16; 17; 18; 19; 40; 41; 107; 131; 143; 144; 147