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http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

# 43

EG:

B

EL:

1-

K

A

:

90,0

K

P

:

76,4

Lokalanästhetika

Lokal und intravenös gegebene Lokalanästhethika niedriger To-

xizität (Lidocain, Procain) können kurz- bis mittelfristige Effekte

bei FMS-Schmerzen haben. Lokalanästhetika sind Natriumka-

nalblocker und entfalten darüber ihre schmerzreduzierende

Wirkung. Bei FMS ist die Wirksamkeit von Lidocain lokal und i.v.

gegeben nachgewiesen. Die lokale Infiltration in Triggerpunkte

und schmerzhafte Regionen unterbricht proanalgetische Affe-

renzen und entfaltet eine lokale Wirkung. Diese Lokaleffekte

sind ein Hinweis darauf, dass eine rein zentralnervöse Ätiologie des FMS in un-

bekannter Häufigkeit nicht vorliegt, sondern auch periphere Trigger eine Rolle

spielen können. In Deutschland verbreitet wird auch Procain in Verbindung mit

Natriumbicarbonat intravenös und lokal verwendet. Die Rationale für diese sog.

Procain-Baseninfusion ist die Verbindung der lokalanästhetischen mit einer ent-

säuernden Therapie. Saures Milieu und nozizeptive Reizung durch H+ Ionen sind

als pronozizeptiv bekannt. Ein Therapieversuch kann empfohlen werden mit 5-10

ml Procain 1% plus 10 ml NaHCo3 8,4 % in 500 ml NaCl über 30-60 Minuten.

IV. Behandlungsempfehlungen

Meine Notizen:

Literatur

3; 24; 83; 124