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http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

# 24

EG:

C

EL:

4

K

A

:

79,1

Unabhängig davon, wer letztlich im konkreten Behandlungsfall

die Entscheidung über die Abgabe eines bestimmten Fertigarz-

neimittels trifft, ist zu berücksichtigen, dass der behandelnde

(und rezeptausstellende) Arzt in jedem Fall die juristische Ver-

antwortung für die Behandlung trägt. Seinem Verordnungsver-

halten kommt damit eine herausragende Bedeutung zu, als er

ggf. durch den Umstand, dass er die Substitution eines verord-

neten Arzneimittels nicht explizit durch Ankreuzen des dafür

auf dem Rezeptformular vorgesehenen Aut-idem-Feldes ausge-

schlossen hat, formal juristisch der Möglichkeit eines Austauschs

zugestimmt und diese - in all ihrer Konsequenz - billigend in Kauf

genommen hat.

Formal ist der Apotheker bei einer Wirkstoffverordnung bzw.

bei Verordnung eines generischen Arzneimittels verpflichtet, ein

rabattbegünstigtes Arzneimittel abzugeben, es sei denn, der ver-

ordnende Arzt hat medizinischen Bedenken und eine Aut-idem-

Substitution ausdrücklich ausgeschlossen oder der Apotheker

macht selbst pharmazeutische Bedenken geltend.

Meine Notizen: