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48

http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

# 29

EG:

C

EL:

4

K

A

:

91,7

Grundsätzlich sollte ein nicht medizinisch indizierter Austausch

wirkstoffidentischer Fertigarzneimittel bei schmerzmedizini-

schen Indikationen (bei denen aufgrund von Erkrankungsart,

Erkrankungsschwere oder angestrebter Behandlungsdauer eine

sorgfältige Einstellung der Patienten auf die jeweilige Therapie

sowie deren Überwachung sowohl für den Behandlungserfolg

als auch für die Vermeidung bzw. Begrenzung möglicher be-

handlungsbedingter unerwünschter Arzneimittelwirkungen von

entscheidender Bedeutung ist) nicht erfolgen.

Bei Vorliegen entsprechender Indikationen können nicht medi-

zinisch indizierte Präparatewechsel mit therapeutischen Risiken

verbunden sein und/oder mit entsprechenden Gefährdungen

des Patienten einhergehen, die sich sowohl direkt aus den durch

die Substitution induzierten Wirksamkeits-/Verträglichkeitspro-

blemen als auch den begleitenden Compliance-Problemen er-

geben können.

Als diesbezüglich kritisch gelten:

a. Patienten mit somatoformen Schmerzstörungen

b. Patienten mit einem chronischen Schmerzsyndrom

c. Patienten mit tumorbedingten Schmerzen

d. Patienten in palliativen Behandlungssituationen

e. Patienten mit begleitenden neurologischen und/oder

psychischen Beeinträchtigungen

Meine Notizen: