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http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

# 30

EG:

C

EL:

4

K

A

:

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Grundsätzlich sollte ein nicht medizinisch indizierter Austausch

wirkstoffidentischer Fertigarzneimittel ärztlicherseits immer

dann kritisch hinterfragt bzw. unterbunden werden wenn:

a. Patienten über einen längeren Zeitraum eine konstante

Dauertherapie benötigen

b. die medikamentöse Therapie „nur“ Mittel zum Zweck ist

und das eigentliche Behandlungsziel ohne eine adäqua-

te analgetische Therapie nicht erreicht werden kann

c. Arzneistoffe mit modifizierter/retardierter Wirkstofffrei-

setzung (z.B. Retardformulierungen, etc.) verabreicht

werden

d. Arzneistoffe mit geringer/enger therapeutischer Breite

verwendet werden

e. die betroffenen Patienten multimorbide sind und/oder

polytherapiert werden müssen

f.

kritische, Compliance-beeinträchtigende Faktoren

vorliegen

g. der Patient schon mehrere Therapieversuche hinter sich

hat und er erst nach längerem Probieren auf eine aus-

reichend wirksame und verträgliche Therapie eingestellt

werden konnte

Meine Notizen: