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101

http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

VI.40

EL:

4

EG:

C

K

A

:

97,5

K

P

:

93,3

Die traditionell in Deutschland am häufigsten zur Behandlung

tumorbedingter Durchbruchschmerzen verwendete Bedarfs-

medikation (eine Fixdosis „normal-/schnell-freisetzenden“/

„nicht-retardierten“ oralen Morphins) ist aufgrund des für die-

se Indikation unzureichend (langsamen) pharmakokinetischen

Profils nicht geeignet, den zeitlichen Eigenschaften typischer

Durchbruchschmerzepisoden wirksam zu begegnen (der langsa-

me Wirkungseintritt (Einsetzen der schmerzstillenden Wirkung:

20-30 Minuten; maximale analgetische Wirkung: 60-90 Minu-

ten) führt nicht nur zu einer verzögerten Analgesie (d.h. einemWirkeinsatz meist

nach spontanem Abklingen der eigentlichen Durchbruchschmerzen), sondern

aufgrund der verlängerten Wirkdauer (3-6 Std.) auch noch zu anhaltenden uner-

wünschten (Neben-)Wirkungen).

Insofern ist oral-enteral verabreichtes Morphin - ebenso wie die oral-enteralen

Rezepturen ähnlicher nicht-retardierter kurz-wirksamer Opioid-Analgetika (sog.

SAOs, d.h. vor allem Hydromorphon und Oxycodon) - für die Behandlung typi-

scher Episoden von Durchbruchschmerzen nicht geeignet.

Literatur

82, 158, 172, 245, 268, 273

VI. Behandlung

Meine Notizen: