Background Image
Previous Page  105 / 182 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 105 / 182 Next Page
Page Background

104

http://www.DGS-PraxisLeitlinien.de

VI.43

EL:

2+

EG:

C

K

A

:

93,3

K

P

:

93,0

Parenteral (d.h. iv oder sc) zu verabreichende nicht-retardierte

kurz-wirksame Opioide (SAOs) können bei der Behandlung von

Durchbruchschmerzen in der sekundären Gesundheitsversor-

gung (d.h. in Krankenhäusern, Hospizen), mitunter auch in der

primären Gesundheitsversorgung (d.h. zu Hause oder in Pflege-

heimen) sinnvoll sein.

Über einen bereits vorhandenen sicheren intravenösen Zugang

verabreichte SAOs - wie z.B. Morphin - weisen einen schnellen

Wirkungseintritt (5-10 Minuten) auf, besitzen aber unverändert

eine verlängerte Wirkdauer. Muss erst ein sicherer iv-Zugang gelegt werden, ist

der mit diesem Zugangsweg verbundene Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zu

den ROOs vernachlässigbar.

Die sc-Verabreichung weist unter Berücksichtigung der hierfür notwendigen in-

strumentellen Voraussetzungen, der mitunter unsicheren Resorption und dem

verzögerten Wirkeintritt keinerlei Vorteile auf. Aufgrund von praxisrelevanten

Problemen und der bei zahlreichen Patienten auftretenden Abneigung gegen-

über einer parenteralen Verabreichung bzw. den mit diesen Applikationsformen

verbundenen Problemen werden sowohl die iv als auch die sc Verabreichung nur

begrenzt angewendet.

Literatur

170, 175

VI. Behandlung

Meine Notizen: