Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.
Nationales Versorgungsforum Schmerz

Pressemitteilungen 2009

22. September 2009
PDF Icon Schmerz Schmerzmedizin auf die Agenda der nächsten Bundesregierung

Schmerztherapeuten sind optimistisch, dass die Schmerzmedizin in die Approbationsordnung für Ärzte aufgenommen wird

(Oberursel/Göppingen) Schmerztherapie muss im Medizinstudium zum Pflichtfach werden. Diese alte Forderung der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie stößt inzwischen bei Landes- und Bundespolitikern auf offene Ohren. »In der nächsten Legislaturperiode muss das Thema Schmerzmedizin auf die Agenda der neuen Bundesregierung«, erklärt Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. Dass sich die Politik bewegt, belegen Briefe von Ministerpräsidenten, Landesministern und Bundestagsabgeordneten als Reaktion auf entsprechende Forderungen der Schmerztherapeuten.

 

26. Juni 2009
PDF Icon Schmerz Schmerztherapieführer 2009 erschienen

Aktuelle Informationen über die schmerztherapeutische »Landschaft« in Deutschland für Fachkreise

(Oberursel) Rund 4000 Anschriften umfasst das aktuelle Mitgliederverzeichnis der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V., der "Schmerztherapieführer Deutschland 2009". Dieses Nachschlagewerk der größten europäischen Schmerzfachgesellschaft ist ein seit Jahren wichtiges Standardwerk.

 

26. Juni 2009
PDF Icon Schmerz Ein kleiner Schritt für den Bundesrat, ein großer Schritt für Millionen Schmerzpatienten

Schmerztherapeuten appellieren an den Bundesrat, Schmerzmedizin in die Approbationsordnung für Ärzte aufzunehmen

(Oberursel/Göppingen) Ein vom Bundestag kurzfristig verabschiedetes Gesetz sorgt dafür, dass die Palliativmedizin zum verpflichtenden Lehr- und Prüfungsfach für Ärzte wird. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Die Schmerzmedizin wurde dabei vergessen. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie appelliert darum an die Bundesländer, im Bundesrat dafür zu sorgen, dass Ärzte zum Nutzen von Millionen Patienten in Deutschland endlich auch in Palliativ- und Schmerzmedizin gut ausgebildet werden.

 

02. April 2009
PDF Icon Schmerz Schmerzpatienten brauchen neue Versorgungsstrukturen

Patienten und Ärzte diskutierten mit Juristen, Experten aus dem Bundesgesundheitsministerium und Vertretern von Krankenkassen die Zukunft der Schmerztherapie

(Frankfurt/Main) Angesichts der Entwicklungen im Gesundheitswesen herrscht bei Schmerztherapeuten und Schmerzpatienten zur Zeit Angst und Verunsicherung. Dies zeigte ein gesundheitspolitisches Forum zum Ausklang des Deutschen Schmerz- und Palliativtages in Frankfurt/Main, der am Samstag zu Ende ging. Erstmals richtete sich dieses traditionelle Forum an Therapeuten und Patienten gleichermaßen. Doch die Experten auf dem Podium wussten auch, welche Arzneien gegen Angst und Unsicherheit helfen: innovative Konzepte der Patientenversorgung im Rahmen integrierter Versorgungsangebote, die hohe Versorgungsqualität zu geringeren Kosten für die Krankenkassen bieten.

28. März 2009
PDF Icon Schmerz Ehrenpreis des Deutschen Schmerzpreises 2009

Ehrenpreis für Dr. med. Wolfgang Bartel aus Halberstadt

(Frankfurt/Main) Dr. med. Wolfgang Bartel aus Halberstadt wird auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt/Main mit dem EHRENPREIS des Deutschen Schmerzpreises 2009 ausgezeichnet. Dr. Bartel arbeitete von 1993 bis 2008 als Facharzt für Chirurgie in eigener Praxis mit Schwerpunkt Schmerztherapie, Sportmedizin und Manuelle Medizin in Halberstadt. Er erhält den Ehrenpreis am Samstag, den 28. März 2009.

28. März 2009
PDF Icon Schmerz Deutscher Schmerzpreis 2009

Deutscher Schmerzpreis für Professor Günther Sprotte, Würzburg

(Frankfurt/Main) Prof. Dr. med. Günther Sprotte wird auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt mit dem DEUTSCHEN SCHMERZPREIS 2009 ausgezeichnet. Der Leiter des Schmerzzent-rums der Universitätsklinik Würzburg erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Rahmen eines Festaktes am Samstag, den 28. März 2008.

 

27. März 2009
PDF Icon Schmerz Internationaler Expertenkonsens zu Opioiden

Nur 40 Prozent der Patienten mit starken Schmerzen erhalten auch starke Schmerzmittel

(Frankfurt) Bei der Behandlung von Tumorschmerzen und Patienten in der Palliativsituation am Lebensende sind starke Schmerzmittel (Opioide) von höchster Bedeutung. Haben chronische Schmerzen andere Ursachen, halten internationale Schmerzexperten Opioide zwar ebenfalls für wichtig, allerdings differenzieren sie in solchen Fällen stärker. Generell konstatieren die Fachleute bei Patienten mit starken chronischen Schmerzen jedoch eine Unterversorgung mit Opioiden. Dies sind erste Ergebnisse eines internationalen Expertenkonsenses, die Dr. Gerhard H.H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, und Vizepräsident Dr. Michael Überall, Nürnberg, auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt präsentierten.

 

27. März 2009
PDF Icon Schmerz Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie

Gerhard H. H. Müller-Schwefe aus Göppingen im Amt des Präsidenten bestätigt

(Frankfurt) Die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. – größte Schmerzfachgesellschaft in Europa –, hat den leitenden Arzt des Schmerz- und Palliativzentrum Göppingen, Dr. med. Gerhard H.H. Müller-Schwefe, erneut zu ihrem Präsidenten gewählt. Die Wahl erfolgte im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages 2009 in Frankfurt am Main, dem von Müller-Schwefe organisierten 20. Interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongress, an dem über 2.500 Teilnehmer die neuesten Ergebnisse der Schmerzforschung und innovative Konzepte der Schmerztherapie mit Forschern, Ärzten und Psychologen diskutieren.

 

27. März 2009
PDF Icon Schmerz Palliativversorgung

Lebens- und Sterbensqualität

(Frankfurt) Ambulante Palliativversorgung ist mehr als Medikamente und gute Worte in der letzten Lebensphase. Palliativversorgung ist die umfassende Betreuung von Patienten und deren Angehörigen im letzten Lebensabschnitt. Dabei gilt es, nicht nur lindernde Therapien ein-, sondern auch nicht mehr erforderliche Medikamente abzusetzen, berichten Experten auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt.

26. März 2009
PDF Icon Schmerz Schmerz und Schlaf

Schmerztherapie bessert auch Schlafstörungen

(Frankfurt) Wer Schmerzen hat, schläft schlechter. Und wer schlecht schläft, hat mehr Schmerzen. Tagesmüdigkeit ist die Folge, was die Patienten zusätzlich in ihren Alltagsaktivitäten beeinträchtigt. Darum ist eine gute Schmerztherapie, die auch den Schlaf normalisiert, wich-tig. Das zeigen erste Untersuchungen einer Gruppe von Schmerztherapeuten um Privat Dozent Dr. Michael Überall, Nürnberg, die auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt präsentiert werden.


26. März 2009
Chronischer Muskelschmerz

Steter Tropfen höhlt den Stein

(Frankfurt) Monotone Bewegungen, die nicht viel Kraft erfordern, können gleichwohl chronische Muskelschmerzen verursachen. Die dabei entstehenden unterschwelligen Nervenimpulse, können zwar keinen Schmerz auslösen, können aber Nervenzellen im Rückenmark sensibilisieren. Dies steigert die Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) der Muskulatur, berichtet Professor Siegfried Mense, Neuroanatom an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt.


26. März 2009
PDF Icon Schmerz Infektionskrankheiten und Schmerz

Wenn Viren Schmerzen verursachen

(Frankfurt) Chronische Infektionen mit Viren oder Bakterien können chronische Schmerzen verursachen. So leiden etwa Aids-Patienten häufig unter Schmerzen. Opioide, morphinähnliche Medikamente, sollten bei HIV-infizierten Patienten jedoch nicht über längere Zeit eingesetzt werden, da sie die Ausbreitung der Infektion im Körper begünstigen. Dies werde zu selten beachtet, erklären auf Experten auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt. Auch eine Gürtelrose kann schwer behandelbare chronische Nervenschmerzen zur Folge haben. Hier kann eine Impfung für Erwachsene verbeugen.


25. März 2009
PDF Icon Schmerz HINTERGRUND - Gespräch mit Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe

„Wir müssen die medizinische Ausbildung und die Versorgung den Bedürfnissen der Patienten anpassen.“

Was waren die größten Hindernisse für eine adäquate Versorgung von Schmerzpatienten vor 25 Jahre?
Vor 25 Jahren wurden Schmerzpatienten als solche gar nicht wahrgenommen. Patienten mit chronischen Schmerzen waren Rheumapatienten, Rückenpatienten, Wirbelsäulenpatienten oder Kniegelenkspatienten. Der Schmerz als eigenständiges Krankheitsbild wurde von medizinischen Experten aber auch von Laien und von Medien völlig ignoriert. Damit haben diese Patienten auch nicht die Achtung und die Würdigung erfahren, die ihnen zusteht und natürlich auch nicht die medizinische Versorgung.



25. März 2009
PDF Icon Schmerz Spezialisierte ambulante Palliativmedizin

Kein rettendes Netz am Lebensende erkennbar

(Frankfurt) Die Menschen sind krank, todkrank. Dennoch müssen Sie ihr seit 2007 gesetzlich verbrieftes Recht vor Gericht erkämpfen, gut betreut und versorgt zu Hause in Würde sterben zu können. Der Grund: Die Krankenkassen verzögern die Etablierung der speziellen ambulanten Palliativversorgung.



25. März 2009
PDF Icon Schmerz 25 Jahre Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie

„Eine gute Schmerztherapie ist kein Luxus,
sondern zwingende Notwendigkeit“

(Frankfurt) Einerseits ist die Geschichte der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland eine Erfolgsgeschichte: Die Grundlagenforschung hat wichtige Einsichten geliefert, welche die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Ärzte erweitert haben. Andererseits zeigt diese Geschichte aber auch das Versagen des Medizinsystems. „Trotz aller Fortschritte, sind die meisten Patienten mit chronischen Schmerzen noch immer nicht angemessen versorgt“, kritisieren Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und Dr. Marianne Koch, Präsidentin der Deutschen Schmerzliga auf dem 20. Deutschen Schmerztag in Frankfurt.