Schmerzmedizin 3 / 2019

SpringerMedizin.de/CME Teilnehmen und Punkte sammeln können Sie • als e.Med-Abonnent von SpringerMedizin.de • als registrierter Abonnent dieser Fachzeitschrift • als Mitglied der DGS e.V., der DAGST e.V. und dem Berufsverband der Palliativmediziner in Westfalen-Lippe e.V. Dieser CME-Kurs ist zwölf Monate auf SpringerMedizin.de/CME verfügbar. Sie finden ihn am schnellsten, wenn Sie den Titel des Beitrags in das Suchfeld ein- geben. Alternativ können Sie auch mit der Option „Kurse nach Zeitschriften“ zum Ziel navigieren. Für eine erfolgreiche Teilnahme müssen 70% der Fragen richtig beantwortet werden. Pro Frage ist jeweils nur eine Antwortmöglichkeit zutreffend. Bitte beachten Sie, dass Fragen wie auch Ant- wortoptionen online abweichend vom Heft in zufälliger Reihenfolge ausgespielt werden. Dieser CME-Kurs wurde von der Baye- rischen Landesärztekammer mit zwei Punkten in der Kategorie I zur zertifi- zierten Fortbildung freigegeben und ist damit auch für andere Ärztekam- mern anerkennungsfähig. Bei inhaltlichen Fragen erhalten Sie beim Kurs auf SpringerMedizin.de/CME tutorielle Unterstüt- zung. Bei technischen Problemen erreichen Sie unseren Kundenservice kostenfrei unter der Nummer (0800) 77 80 777 oder per Mail unter kundenservice@springermedizin.de . CME -Fragebogen Übertherapie am Lebensende https://doi.org/10.1007/s00940-019-0960-5 ? ? Was sind meist KEINE Gründe für eine Übertherapie am Lebensende? ◯◯ Der Wunsch des Patienten, die letzte Lebenszeit daheim zu verbringen. ◯◯ Fehlglauben von Angehörigen mit Forderungen nach noch mehr Therapie. ◯◯ Juristische Bedenken, als Arzt nicht alles erdenklich Mögliche angeordnet zu haben. ◯◯ Wissenslücken, etwa zur Stufen­ diagnostik. ◯◯ Ökonomische Fehlanreize. ? ? Eine 81-jährige Frau mit metastasiertem Pankreaskarzinom und gürtelförmigem Oberbauch- schmerz sollte... ◯◯ ...in erster Linie frühzeitig eine palliative Chemotherapie zur Tumorver­ kleinerung und damit Symptom­ kontrolle erhalten – unter Hinweis auf die guten Heilungsaussichten. ◯◯ ... vom Onkologen möglichst bald nach Diagnosestellung zur palliativen Erstberatung an ein qualifiziertes Palliative Care Team vermittelt werden. ◯◯ ... eine Vorsorgeplanung erst dann ins Auge fassen, wenn Bettlägerigkeit besteht. ◯◯ ... nicht auf die Möglichkeiten der hospizlich-palliativen Begleitung angesprochen werden, um sie nicht noch mehr zu änstigen. ◯◯ ... sich unmittelbar im Hospiz anmelden, da die Beschwerden anders nicht sinnvoll zu lindern sind. ? ? Welche Aussage trifft zu? ◯◯ Krebspatienten sollten grundsätzlich nicht auf der Intensivstation aufge­ nommen werden. ◯◯ Erst wenn die krebsspezifischen Maßnahmen ausgereizt sind, sollte eine palliativmedizinische Versorgung beginnen. ◯◯ Palliative Chemotherapie lindert generell Atemnot und Schmerzen. ◯◯ Es gibt gute wissenschaftliche Evidenz zur Leidenslinderung durch palliative Chemotherapie. ◯◯ Die meisten aktuell neu zugelassenen Krebstherapien sind nicht kurativ, sondern beziehen sich ausschließlich auf eine palliative Situation. ? ? Welche Aussage zur Strahlenthera- pie trifft zu? ◯◯ Sie kann bei symptomatischen Kno­ chenmetastasen oft eine sinnvolle und effektive Behandlungsoption sein. ◯◯ Sie ist auch international eher eine Außenseitermethode. ◯◯ Sie sollte grundsätzlich zur Schonung der Patienten in palliativer Situation in fraktionierter Dosis erfolgen. ◯◯ Sie ist wegen schlechter Vergütung in Deutschland wenig verfügbar. ◯◯ Sie ist als hochtechnisches Verfahren in palliativer Situation wegen des Prinzips „high touch – low tech“ nicht indiziert. ? ? Ein 81-jähriger multimorbider Mann wird nach Wiederbelebung tracheo- tomiert und soll in eine Beatmungs- WG verlegt werden. Auch nach 14 Tagen besteht Beatmungspflicht bei tiefkomatösem Zustand. Hirnstamm- reflexe sind nachweisbar. Die vor- sorgebevollmächtigte Nichte findet keine Patientenverfügung. Welche Aussage ist richtig? ◯◯ Da keine Patientenverfügung vorge­ legt werden kann, muss in jedem Fall weiterbeatmet werden, da die Prognose unklar ist. ◯◯ In einer Beatmungs-WG wird regelhaft versucht, Patienten von der Beatmung zu entwöhnen, daher sollte die Verlegung zeitnah angestrebt werden. ◯◯ Hat sich der Patient unstrittig gegen­ über Dritten gegen eine „Apparate­ medizin bei drohender Pflegebedürftigkeit“ ausgesprochen und etwa gesagt, dann sei er lieber tot, wäre ein Therapiezielwechsel ange­ messen, da die Aussicht auf völlige Wiederherstellung nach länger not­ wendiger Beatmung gering ist. ◯◯ Der Patient ist hirntot, daher ist eine Beatmung nicht indiziert. ◯◯ Die Nichte sollte nach eigenem Ermes­ sen entscheiden, ob die Beatmung abgestellt wird oder nicht. Schmerzmedizin 2019; 35 (3) 27

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