Schmerzmedizin 3 / 2019

also außerhalb der Indikationen für Fer- tigarzneimittel, liegen bei etwas mehr als zwei Drittel der Anträge. Der Wunsch einzelner Abgeordneter, die Verordnungen von Cannabinoiden dem Verfahren des Arzneimittelmarkt- neuordnungsgesetzes (AMNOG) zu un- terziehen, wurde durch die DGS abge- lehnt. Anpassung der Musterweiterbildungsordnung Die Umsetzungen der neuen Musterwei- terbildungsordnung für die Zusatzbe- zeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ wurde auf einer Sitzung der Fachgesell- schaften im April 2019 diskutiert. Ge- meinsam mit dem Berufsverband der Ärzte und psychologischen Psychothera- peuten in der Schmerz- und Palliativme- dizin in Deutschland e. V. (BVSD) hat auch die DGS bei der Bundesärztekam- mer gefordert, dass die Forderung nach einer „Langzeit- und Dauertherapie mit standardisierter Dokumentation des schmerztherapeutischen Behandlungs- verlaufs, davon in einer terminalen Be- handlungsphase einer palliativen Situa- tion (Richtwert 10)“ zurückgenommen wird. Eine solche Regelung in der Musterweiterbildungsordnung gefähr- det zahlreiche Weiterbildungsbefugnis- se und belastet die Ausbildung des schmerzmedizinischen Nachwuchses. Die Fachgesellschaften DGS, BVSD, die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. (DSG) und die Interdisziplinäre Gesell- schaft für orthopädische/unfallchirurgi- sche und allgemeine Schmerztherapie (IGOST) konnten sich auf einen Gegen- vorschlag einigen, der der Bundesärzte- kammer und der Weiterbildungskom- mission präsentiert werden soll. Der Verlauf bleibt abzuwarten. Die DGS hat sich entschieden, zehn weitere Regionalkonferenzen in Deutsch- land durchzuführen. Die Veranstal- tungsorte und Programmstrukturen sind bereits definiert worden. Die DGS hofft auf Ihre Beteiligung, die Beteiligung aller schmerzmedizinisch interessierten Ärzte und besonders der Schmerzzentren vor Ort. Dr. med. Dipl. Lic. Psych. Johannes Horlemann, Kevelaer DGS-Regionalkonferenzen werden 2019 fortgeführt — — Mit CME-zertifizierten, schmerzmedi- zinischen Fortbildungsveranstaltungen hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. (DGS) im letzten Jahr ihre Fortbildungsprogramme auf regionaler Ebene ausgebaut. Viele Teil- nehmer nutzten die Gelegenheit, ihr Fachwissen zu schmerzmedizinischen Themen auf den neuesten Stand zu bringen. Dabei stellte die DGS neueste Daten aus dem DGS-PraxisRegister Schmerz und spannende, praxisrelevan- te, analgetische Behandlungsoptionen vor. Das Erfolgsrezept der Fortbildungsreihe beruht auf kompakter Informationsver- mittlung durch Schmerzexperten und dem persönlichen Austausch: In State- of-the-art-Gesprächen zu den im Alltag wichtigsten Schmerzbildern, etwa Rü- cken-/Kreuzschmerzen, Migräne oder neuropathische Schmerzen, werden die jeweils zugehörigen Behandlungsoptio- nen vorgestellt und diskutiert. Aufgrund der positiven Resonanz wird das Format „DGS-Regionalkonferenzen“ nun in diesem Jahr fortgeführt. Die Fortbildungsreihe „Schmerzmedizin UP-TO-DATE 2019“ startet im Juli. Für 2019 sind die folgenden neun Veranstal- tungen geplant: — 6. Juli – Münster — 13. Juli – Düsseldorf — 20. Juli – Stuttgart — 17. August – Frankfurt am Main — 24. August – Hannover — 28. September – Erfurt — 19. Oktober – München — 15./16. November – Berlin (DGS-Innovationsforum) — 7. Dezember – Hamburg Die genauen Themen werden noch bekannt gegeben. Die Veranstaltungen sind kostenlos, finden samstags ab 09:30 Uhr statt und werden zur Zertifizierung eingereicht. 2018 sind sie von den jewei- ligen Ärztekammern mit bis zu zehn CME-Punkten zertifiziert worden. So- bald das Programm für eine Fortbildung feststeht, wird es beim jeweiligen Termin hinterlegt. Genauere Informatio- nen erhalten Interessierte auch unter www.dgschmerzmedizin.de . red Enge Zusammenarbeit von Alters- und Schmerzmedizin — — Chronische Schmerzen betreffen jede Altersgruppe. Wenn aber Schmerzenmit zunehmendem Lebensalter durch die Kombination mit anderen Erkrankungen chronisch werden, wird nicht nur die Le- bensqualität herabgesetzt, auch die selbstständige Lebensgestaltung ist dann gefährdet. Aufgrund der Altersent- wicklung in der Bevölkerung werden die Schmerzproblematiken des Alters künftig eine bedeutende Rolle in der Gesellschaft und der medizinischen Versorgung spie- len. Das wird zukünftig eine engere Zu- sammenarbeit von Alters- und Schmerz- medizinern erforderlich machen. Die Kooperation der Deutschen Gesell- schaft für Geriatrie e. V. (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Schmerzme- dizin e. V. (DGS) ist ein erster Schritt in diese Richtung. Die gemeinsame Veran- staltung „Chronische Schmerzen imAlter – eine Herausforderung für Behandelnde und Patienten“ am 5. Juni 2019 in der Schmerzklinik Wuppertal bildet den Auftakt für eine kontinuierliche Zusam- menarbeit. Diese wird sich auf dem 31. Jahreskon- gress der DGG „Geriatrie – jung und grenzenlos“ (5.–7. September 2019) in Frankfurt amMain und dem31. Schmerz- und Palliativtag mit dem Schwerpunkt- thema „Schmerz und Alter“ (26.–28. März 2020) in Mainz weiter fortsetzen. Ziel ist es, die schmerzmedizinische Versorgung alter Menschen nachhaltig zu gestalten und zu verbessern. red Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. www.dgschmerzmedizin.de Schmerzmedizin 2019; 35 (3) 35

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