Schmerzmedizin 1 / 2019

Formulierungen übernommen und vom Deutschen Ärztetag beschlossen worden. Leider ließ sich der Terminus „Schmerz- therapie“ (statt Schmerzmedizin) nicht eliminieren. Es ist nun Aufgabe der Fachgesellschaften, die Musterweiterbil- dungsordnung weiter im Detail zu ge- stalten und curricular zu hinterlegen. Die DGS wird sich in diesem Prozess einbringen. Wissenschaftlicher und persönlicher Austausch Die DGS hat im November 2018 in Ber- lin ein themenreiches Innovationsforum mit Vorträgen von hoher Qualität reali- siert. Neben der Fort- und Weiterbil- dung durch aktuelle Inhalte (z. B. Mig- räneprävention, Cannabinoide, neue Medikamente und Verfahren) war der persönliche Austausch unter den Vertre- tern der DGS-Zentren wichtig. Aus der Herbstleitertagung gingen neue Arbeits- gruppen hervor, aus denen noch zu be- richten sein wird. In großen Schritten nähert sich unser Kongress in Frankfurt. Der Deutsche Schmerz- und Palliativtag ist eine zent- rale Plattform für schmerzmedizinische und palliative Wissenschaft und versor- gungsrelevante Anwendung. Ich darf Ih- nen versichern, dass aktuellste Inhalte mit Qualität und Neutralität präsentiert und diskutiert werden. Auf Neutralität – auch gegenüber Sponsoren und der In- dustrie – wird besonderer Wert gelegt. Jedoch sind wir sehr dankbar für die Un- terstützung des Schmerztags, der in der Versorgungslandschaft eine etablierte Größe darstellt. In diesem Jahr wird eine besondere Kooperation, nämlich mit der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz- gesellschaft e. V. (DMKG), um das Schwerpunkthema „Kopfschmerz“ um- gesetzt – in Zusammenarbeit mit der Ta- gungspräsidentin Dr. Astrid Gendolla und der Präsidentin der DMKG, PD Dr. Stefanie Förderreuther. Darauf dürfen wir uns besonders freuen. Sie wollen Aktualität? Neutralität? Qualität? In Frankfurt amMain werden Sie am richtigen Ort sein, vom 7.–9. März 2019. Dr. med. Dipl. Lic. Psych. Johannes Horlemann, Kevelaer DGS-Regionalkonferenzen treffen den Nerv der Zeit — — Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. (DGS) hat 2018 erstmals CME-zertifizierte, regionale schmerzmedizinische Fortbildungen in größerem Umfang in verschiedenen deutschen Städten durchgeführt. Unter dem Motto „Schmerzmedizin UP-TO- DATE 2018“ konnten Schmerzmediziner und an der Schmerzmedizin interessier- te Ärzte in kompakten Themenblöcken ihr schmerzmedizinisches Fachwissen aktualisieren und vertiefen. Im Mittelpunkt standen dabei unter an- derem folgende Themen: — Verhinderung der Schmerz­ chronifizierung — Versorgungsalltag chronischer Schmerzen – digitalen Fortschritt nutzen — Cannabis als Medizin — Herpes-zoster-Impfung — innovative Behandlungsmethoden mit monoklonalen Antikörpern für die Migräneprophylaxe „Die Resonanz zu den insgesamt sechs DGS-Regionalkonferenzen war ausge- sprochen positiv“, berichtet DGS-Präsi- dent Dr. Johannes Horlemann. „Präsenz- Veranstaltungen haben einen besonde- ren Reiz in Zeiten wie diesen. Der direkte Austausch, das persönliche Gespräch, die kompakte Informationsvermittlung sind bei den vielfältigen und aktuellen The- men, die wir bieten, das beste Mittel der Wahl. Das Feedback der Teilnehmer hat uns bestärkt, diesen Schwerpunkt der DGS-Agenda 2020plus auch 2019 konse- quent fortzuführen“, so Horlemann weiter. „Das Ziel der Regionalkonferenzen ist es, alle an der schmerzmedizinischen Ver- sorgung beteiligten ärztlichen Fach- gruppen gleichermaßen über Standards und Innovationen in der Schmerzthera- pie zu informieren und zertifiziert fort- zubilden“, erklärt DGS-Vizepräsident PD Dr. Michael A. Überall. „Das Konzept, aktuelles Schmerzwissen in die Regio- nen zu bringen, ist damit voll aufgegan- gen.“ Die Veranstaltungen bietet außer- dem eine gute Plattform, um auch regi- onaleHerausforderungen anzusprechen. So nutzten Leiter der regionalen DGS- Schmerzzentren die Möglichkeit, ihre eigenen Aktivitäten vorzustellen, Einbli- cke in den Versorgungsalltag von chro- nischen Schmerzpatienten zu geben und konkrete Fallbeispiele zu diskutie- ren. „Die DGS wird das Konzept auf Basis der bisherigen Erfahrungen weiter aus- bauen und vorantreiben, sowie auch alle anderen im Rahmen der AGENDA 2020plus beschlossenen Aktivitäten – nur so kommen wir unserem Ziel näher, die Versorgungssituation der Schmerz- patienten in Deutschland stetig zu ver- bessern“, betont Horlemann. Weiterführende Hintergrundinformatio- nen erhalten Sie unter www.dgschmerz- medizin.de. (red) Highlights am Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2019 — — Vom 7.–9. März 2019 findet in Frank- furt amMain der 30. Deutsche Schmerz- und Palliativtag statt. Die Eröffnungs­ rede hält Professor Dr. phil. Jan Philipp Reemtsma, Gründer und geschäftsfüh- render Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, mit dem Thema „Kommunikation, soziale Gemeinschaft und Schmerz“. Ein weiteres Highlight ist das Exzellenz- Symposium am 8. März im Ballsaal des Scandic Hotels Museumsufer mit dem Festredner Professor Dr. Hans-Ulrich Cain. Eine Registrierung ist ausschließlich online unter http://www.schmerz- und- palliativtag.de/2019/registrierung.html möglich. Hier finden Sie auch detaillierte Informationen zu den Gebühren. (red) Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. www.dgschmerzmedizin.de Schmerzmedizin 2019; 35 (1) 33

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