Schmerzmedizin 4 / 2019

ner suchen? Gut, dass die schmerzmedi- zinischen Fachgesellschaften und der Berufsverband kollegial und vertrauens- voll miteinander reden und gestalten. Eine Struktur, die die Gefahr birgt, dass sich die Gesellschaften und Verbände mehr miteinander befassen als mit dem, was ihr eigentlicher Auftrag ist, darf nicht Bestand haben. Die Herausforderungen sind klar: Um- welt und Gesundheit, neue Versorgungs- strukturen, ein klares Bekenntnis zu Transparenz und Ethik, Aus- und Wei- terbildungskonzepte für ein junges, inte- ressantes Gebiet. Das alles gemeinsam und ohne Vorbehalte in gesellschaftli- cher Verantwortung anzugehen, dafür steht die neue, alte DGS. Dr. med. Dipl. oek. med. Thomas H. Cegla, Wuppertal Curriculum zur Algesiologischen Fachassistenz 2019 — — Vor einem Jahr hat die Arbeitsgruppe Algesiologische Fachassistenz (ALFA), darunter Madeleine Backe, Annika Becht und Simone Schweigert, die Neuauflage des Curriculums gewagt und gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. (DGS), insbesondere in Zusammenarbeit mit Silvia Petig von der Geschäftsstelle der DGS, das neue Fortbildungskonzept für das Curriculum im Jahr 2019 nochmals angepasst – auf- bauend auf zahlreichen konstruktiven Rückmeldungen und den eigenen Erfah- rungen. Insgesamt konnten wir in diesem Jahr während des Deutschen Schmerz- und Palliativtages im März in Frankfurt am Main 19 Teilnehmer begrüßen, die nach einer intensiven gemeinsamen Woche nicht nur alle ihre Abschlussprüfung zur algesiologischen Fachassistenz bestan- den haben, sondern sich auch innerhalb der DGS als eigenständige Gruppe mit besonderen Gemeinsamkeiten zusam- menfanden. Wir danken allen Teilnehmern für eine wirklich großartige Woche, viele schöne Momente, das intensive Zusammensein und die zahlreichen Anregungen, die wir selbstverständlich gerne aufnehmen, um das Curriculum im nächsten Jahr noch runder und attraktiver zu gestalten. Ein großes Dankeschön gilt natürlich auch Silvia Petig, die unsere Ideen zur Kursge- staltung tatkräftig unterstützt hat, sowie den zahlreichen Referenten, die sich die Zeit genommen haben, ihr Wissen an die Kursteilnehmer zu vermitteln und die wir hoffentlich auch beim nächsten Curricu- lum im März 2020 wieder begrüßen dür- fen. Hiermit sind wir auch schon beim wich- tigsten Punkt: Vom 23. bis zum 28. März 2020 findet das Curriculum ALFA statt. Merkt Euch bitte schon jetzt diesen Ter- min, falls Ihr teilnehmen wollt. Sobald die Anmeldung freigeschalten ist, werden wir Euch über die Homepage der DGS e. V. sowie über Facebook informieren. Eure Simone Schweigert für die AG ALFA „Der Anspruch einer Individualisierung der Schmerzmedizin wird künftig in allen Veran- staltungen fortge- schrieben und in weite- ren Praxisleitlinien materialisiert werden.“ Dr. med. Dipl. Lic. Psych. Johannes Horlemann Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. Individualisierung bleibt der zentrale Anspruch A m 30. und 31. Mai hat der DGS-Vor- stand ausführlich zur strategischen Ausrichtung der Gesellschaft getagt. Die Ziele und Visionen lassen sich am besten mit den Begriffen „Versorgergesellschaft“ und „Individualisierung statt Standardi- sierung“ umschreiben. Dieser Anspruch einer Individualisierung der Schmerz- medizin wird künftig in allen Veranstal- tungen fortgeschrieben und zudem in weiteren Praxisleitlinien materialisiert werden. Kernprodukt der Gesellschaft bleiben weiterhin die Schmerzzentren, die diese Ideen vertreten und zu einer flä- chendeckenden Versorgung der Patien- ten mit chronischem Schmerz beitragen. Mittelpunkt in der Versorgungsfor- schung ist die Dokumentationsplattform iDocLive® des PraxisRegisters Schmerz. Der Vorstand hat entschieden, dass sich die politische Präsenz, insbesondere in Berlin, durch neue Aktivitäten erhöhen soll. Wir werden die Zusammenarbeit mit der Deutschen Schmerzliga (DSL) intensivieren und haben uns dafür am 3. Juli mit den Vorständen getroffen. Für die Umsetzung der DGS-Agenda 2020plus suchen wir den Kontakt zu neu- en Kooperationspartnern. Auch Trans- parenz und eine industrieunabhängige Gestaltung unserer Fortbildungen und Kongresse bleiben ein wichtiges Ziel. Für den Schmerztag 2020 werden wir ein eigenes Geriatrie-Curriculum erar- beiten sowie – ähnlich wie für den letz- ten Frankfurter Schmerztag – ein Posi- tionspapier der DGS zum Fokusthema „Schmerz imAlter“. Durch verschiedene Arbeitsgruppen, die sich im Sommer 2019 in Frankfurt am Main treffen, soll das Engagement für die Ziele der DGS vomVorstand auf die Mitglieder verbrei- tert werden. Denn die DGS und ihre Zie- le sind wir gemeinsam. Wir hoffen auf Ihr konkretes Engagement, insbesonde- re auf Ihre Vorschläge für den Schmerz- tag 2020. Dr. med. Dipl. Lic. Psych. Johannes Horlemann, Kevelaer Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. www.dgschmerzmedizin.de Schmerzmedizin 2019; 35 (4) 35

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