Schmerzmedizin 5 / 2018

?? Wollten Sie schon immer Schmerz-und Palliativmediziner sein? Cegla: Nein, zunächst wollte ich Kinderarzt werden und habe in der Kinderkardiologie promoviert. Die Anästhesie war zunächst als Vorbereitung für die Pädiatrie gedacht, lag mir als Gebiet aber sehr. Über diesen Weg hatte ich in Duisburg schon früh Kontakt zur Schmerzmedizin und über Dr. Günther Bittel zum damaligen STK. Dort wurde man als noch junger Kollege direkt freundschaftlich integriert. ?? Seit März sind Sie im Vorstand der DGS. Was sind Ihre Ziele als Vizepräsident? Cegla: Ich möchte die Schnittstellen der Versorgung verbessern, Ökonomie und Versorgung zusammen bringen sowie schmerzme- dizinische Ausbildungskonzepte für alle Berufsgruppen verbessern helfen. ?? Was ist Ihnen bei der Arbeit und im Arbeitsleben wichtig? Schürmann: Der respektvolle vertrauensvolle Umgangmit Kollegen, Mitarbeitern, Patienten und deren Angehörigen. Ich sehe mich als Berater der Patienten insbesondere in der palliativen Situation. ?? Wollten Sie schon immer Schmerz- und Palliativmediziner sein? Schürmann: Nein, zu Beginn meiner Ausbildung war ich geradezu versessen auf die Notfallmedizin. Erst im Laufe der Jahre bin ich durch persönliche Erlebnisse und Erfahrungen sowie ein damaliges, zufälliges Zusammentreffen mit Dr. Johannes Horlemann, das für mich wegweisend war, zur Schmerz und Palliativmedizin gekom- men. ?? Seit März sind Sie im Vorstand der DGS. Was sind Ihre Ziele als Vizepäsident? Schürmann: Zunächst möchte ich für die Belange der schwer er- krankten Patienten, die palliativmedizinisch versorgt gehören, ver- mehrt einsetzen. Was dabei meines Erachtens noch fehlt, ist die bessere palliativmedizinische Versorgung in der Breite. In diesem Punkt sehe ich große Übereinstimmung mit der Deutschen Gesell- schaft für Palliativmedizin. Hier würde ich mir eine bessere Zusam- menarbeit wünschen, da wir ähnliche Ziele verfolgen. ?? Was ist Ihnen im Bereich ihrer beruflichen und ehrenamtli- chen Arbeit wichtig? Überall: Die Möglichkeit im interdisziplinären Teammit Andersden- kenden aber Gleichgesinnten konstruktive neue Wege zu gehen, kreative Konzepte zu entwickeln und gemeinsam alltagstaugliche Lösungen zu finden, die dabei helfen, individualisierte und bedürf- nisorientierte Lösungen für Menschen mit chronischen Schmerzen umzusetzen. ?? Wollten Sie immer schon Schmerz- und Palliativmediziner werden? Überall: Nein, dieser faszinierende Bereich hat sich mir erst im Laufe meiner Tätigkeit als Neuropädiater und durch meine akade- mische Arbeit, meine Tätigkeit in der pharmazeutischen Industrie und letztlich das Zusammentreffen mit Dr. Gerhard Müller-Schwefe, dem langjährigen Präsidenten der DGS, eröffnet. ?? Was sind Ihre Ziele als Vizepräsident? Überall: Aufgrund meiner besonderen Position im Vorstand von Deutscher Schmerzliga und DGS steht natürlich die nachhaltige und flächendeckende Verbesserung der schmerzmedizinischen Versor- gung Betroffener imVordergrund. Dabei verstehe ichmich aufgrund meiner speziellen Möglichkeiten als Arzt, Wissenschaftler, Leiter einer Versorgungsforschungseinrichtung und Geschäftsführer einer innovativen Software-Schmiede als Katalysator, um das enorme Praxis-Know-How der DGS, ihrer Regionalzentren und Mitglieder allen schmerzmedizinisch Interessierten zu öffnen. Norbert Schürmann, Vizepräsident der DGS In Duisburg-Rheinhausen 1962 ge- boren, Sohn einer Arbeiterfamilie, Studium der Humanmedizin in Düs- seldorf, Anschließend Facharztwei- terbildung im Bereich der Anästhe- sie, später dann noch der der Allgemeinmedizin. Zusatzweiter- bildung im Bereich der speziellen Schmerztherapie und der Palliativmedizin. Seit zehn Jahren Leiter der Abteilung für Schmerz- und Palliativmedizin am St Josef Krankenhaus in Moers. PD Dr. med. Michael A. Überall, Vizepräsident der DGS In Nürnberg 1963 geboren, Studium der Humanmedizin in Erlangen, anschließend Weiterbildung zum Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin und Habilitation mit Schwerpunkt Neuropädiatrie und spezielle Schmerzmedizin. Medizinischer Leiter des Bereichs Rheuma, Schmerz und ZNS bei der Pharmacia GmbH in Erlangen. Seit 2003 Leiter des pri- vaten Instituts für Neurowissenschaften, Algesiologie und Päd- iatrie und Geschäftsführer der O.Meany-MDPM GmbH in Nürn- berg. Seit 2003 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. und seit 2012 Präsident der Deut- schen Schmerzliga (DSL) e.V. Ihre Meinung ist gefragt! Was sind Ihre Wünsche an den neuen DGS-Vorstand? Schreiben Sie uns! Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. Lennéstr. 9 10785 Berlin E-Mail: info@dgschmerzmedizin.de ©© S. Bahr/DGS ©© S. Bahr/DGS DGS Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. 4 Schmerzmedizin 2018; 34 (5)

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