Schmerzmedizin 5 / 2018

Fachkräfte für die ambulante Palliativversorgung Alle Wünsche erfüllt? Trotz Verbesserungsversuchen durch die Gesetzgebung sind in der ambulanten Palliativversorgung viele Stellen nicht besetzt. Die palliativmedizinischen Konsiliardienste versuchen, den Mangel unter anderem durch einspringende Klinikärzte zu beheben. Zu beachten ist, dass dabei Sozialabgaben anfallen können. E s schienen nur schwer umsetzbare Träume von ambulant Pflegenden und Hausärzten um das Jahr 2000 zu sein: Ganzheitliche Pflege für Men- schen am Lebensende, mehr Zeit für die Patientenversorgung, Stärkung des Hausarztes in der ambulanten Palliativ- versorgung, extrabudgetäre Honorie- rung der Hausbesuche, Möglichkeiten zur interdisziplinären und interprofessi- onellen Arbeit, Patientenversorgung auf der Grundlage von Kooperationsverein- barungen mit Kliniken, Alten- und Pfle- geeinrichtungen... Nach Initiativen hier und dort, durch unablässige Forderun- gen nach einer bedarfsgerechten Patien- tenversorgung sowie durch ehrenamt­ liches Engagement und Gremienarbeit von Pflegeden und Ärzten sind Träume wahr geworden: Die aktuelle Gesetzgebung, die die all- gemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) und die spezialisierte ambulan- te Palliativversorgung (SAPV) im am- bulanten wie im stationären Bereich gleichermaßen fördert, hat den Weg für eine angemessene Palliativversorgung geebnet. Zwar harrt sie in manchen Be- reichen noch immer einer Umsetzung, aber wie heißt es doch: Rom ist auch nicht an einem Tage erbaut worden! Dennoch sind viele neue Arbeitsplätze Unsere Ziele sind: — Qualitätsindikatoren in der ambulan- ten Palliativmedizin zu definieren und weiterzuentwickeln, — Betroffene und Angehörige über die Möglichkeiten einer fachgerechten palliativmedizinischen Versorgung zu informieren, — die Diskussion über ethische und rechtliche Fragestellungen am Lebensende anzustoßen und zu vertiefen, — ein langfristiger Kulturwandel im Umgang mit Tod und Sterben. Berufsverband der Palliativmediziner in Westfalen-Lippe e.V. Geschäftsstelle: Sabine Schäfer Dieckmannstraße 200 48161 Münster Tel. 02 51 / 5308-9960 E-Mail: info@bv-palliativmediziner.de Öffentlichkeitsarbeit: Dr. med. Eberhard A. Lux Klinik für Schmerz- und Palliativmedizin am Klinikum St.-Marien-Hospital Lünen Telefon: 02306 77-2920 Fax: 02306 77-2921 E-Mail: drlux@web.de www.bv-palliativmediziner.de ©© JiSIGN / Fotolia In der ambulanten Palliativversorgung sind viele Stellen unbesetzt. Oft müssen die PKD auf Klinikärzte oder Ärzte im Ruhestand zurückgreifen. Berufsverband der Palliativmediziner 60 Schmerzmedizin 2018; 34 (5) in Westfalen-Lippe e.V.

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