Schmerzmedizin 2 / 2019

CME-Fortbildungszertifikat Fristablauf in Sicht – Jetzt Punkte sichern! — — Alle fünf Jahre müssen Vertragsärzte gegenüber ihrer Kassenärztlichen Vereini- gung per Zertifikat ihrer zuständigen Lan- desärztekammer belegen, dass sie in diesem Zeitraum 250 Fortbildungspunkte erworben haben. Bei fehlendem Nachweis drohen Honorarkürzungen und im schlimmsten Fall sogar der Entzug der Zulassung. Für viele Ärzte endet diese Frist am 30. Juni 2019. Höchste Zeit also, das ei- gene Punktekonto zu überprüfen und ge- gebenenfalls die noch fehlenden Punkte zu erwerben. Die Zeitschrift Schmerzmedizin unterstützt Sie dabei mit den CME-Fortbildungen, die in jeder Ausgabe erscheinen – in diesem Heft ab Seite 22. Für jeden erfolgreich ab- solvierten CME-Kurs erhalten Sie zwei Fortbildungspunkte gutgeschrieben. Und wenn das nicht reicht: Auf dem Portal SpringerMedizin.de stehen aktuell 550 Kurse zur Verfügung – ein Schatz, den Sie mit dem Angebot „e.Med Interdisziplinär“ schnell und einfach heben können. Weitere Informationen finden Sie online unter www.bit.ly/InterdisziplinärCME. red Wissenschaftliche Förderung Schmerz und Alltag von Demenzkranken im Mittelpunkt — — Bayerns Gesundheitsministerium för- dert das Forschungsprojekt „Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz“ der Universität Bamberg. Nach Angaben des Ministeriums soll durch das Projekt er- fasst werden, wie die eingeschränkte All- tagspraxis von Menschen mit Demenz durch Schmerzen noch weiter beeinträch- tigt wird – und was dagegen getan werden kann. Da Demenzkranke oft nicht mehr in der Lage seien, über ihre Schmerzen zu berichten, würden bei diesen Patienten Schmerzen häufig auch nicht mehr ausrei- chend erkannt. Das könne schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Federführend betreut wird das Projekt von Stefan Lautenbacher, Professor für Physiolo- gische Psychologie an der Universität Bam- berg. Die 80 Studienteilnehmer sind älter als 70 Jahre. Untersucht werden sollen jeweils 40 kognitiv gesunde Personen und Men- schen mit vaskulärer Demenz, wobei 50% der Probanden aus jeder Gruppe chronische Schmerzpatienten sein sollen. Für die Studie soll laut Gesundheitsministeriumein „Living Lab“ eingerichtet werden. Dieses Reallabor mit Wohn-, Schlaf- und Küchenbereich werde mit zahlreichen Sensoren ausgestat- tet, die über Mimik (Videosystem), Stimme (Audiosystem), Bewegungen und vegetati- ve Parameter (Herzrate, Blutdruck) Schmerz erfassen könnten. Die Ergebnisse der Studie, die vom Gesund- heitsministerium mit rund 143.000 € geför- dert wird, sollen unter anderem Ärzte und Psychologen, Pflegekräfte und pflegende Angehörige erreichen. An dem Projekt wirken unter anderem das Fraunhofer-Ins- titut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlan- gen, das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt, das Institute of Design and Communication der University of Southern Denmark sowie das Zentrum für Altersmedizin der Sozialstif- tung Bamberg mit. sct Kopfschmerz-App im Test Charité sucht 1.200 Patienten mit Migräne — — Die Berliner Uniklinik Charité sucht Probanden für ihr Projekt „Smartgem“ zur Migräneprävention und -therapie per App und Telemedizin. Für das mit mehr als drei Millionen Euro aus dem Innovationsfonds geförderte Projekt werden insgesamt 1.200 Migränepatien- ten aus Berlin, Brandenburg, Mecklen- burg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit mindestens fünf Attacken proMonat gesucht. Die Wissenschaftler wollen mit diesem Projekt erforschen, ob sich mithilfe der App M-Sense die Häufigkeit der Atta- cken senken lässt. Ein Teil der Probanden soll zusätzlich Zugang zu einer Online- Arztsprechstunde mit Schmerzexperten erhalten. Damit erprobt das Projekt eine ortsunabhängige Versorgung von Mig- ränepatienten. Patienten können im Projektrahmen über eine Kommunika tionsplattform direkt mit ihrem behan- delnden Arzt in der Kopfschmerzambu- lanz Kontakt aufnehmen. Über ein On- line-Monitoring der Kopfschmerzdoku- mentation via App können die behan- delnden niedergelassenen Ärzte und die Neurologen des Charité-Kopfschmerz- zentrums dann den Therapieverlauf be- urteilen und sich bei Bedarf telemedizi- nisch beraten. Zudem ist vorgesehen, dass sich die Migränepatienten unterei- nander in einem ärztlich moderierten Forum austauschen können. Angela Mißlbeck ©© Joshua Resnick / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen) In „Living Labs“ erfassen zahlreiche Sensoren anhand verschiedener Para­ meter Schmerzen bei Demenzkranken unter Alltagsbedingungen. Mitarbeiter der Charité untersuchen, ob eine ortsunabhängige Versorgung mit App und Online-Sprechstunden bei der Migräneprävention nützt. ©© ldprod / stock.adobe.com Schmerzmedizin 2019; 35 (2) 7

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