Schmerzmedizin 4 / 2018

Schmerzmedizin 4 / 2018

EU-Datenschutzgrundverordnung Datenschutz-Update im PKD Die neue Datenschutzgrundverordnung sorgt auch für Veränderungen im palliativmedizinischen Konsiliardienst. Alle Beteiligten müssen wissen, wann ein Datenschutzbeauftragter erforderlich ist, was eine Datenschutzerklärung im Internet beinhalten muss und wie die Patienten über den Datenschutz zu informieren sind. D er Schutz unserer eigenen Daten und der unserer Patienten hat in unserem ärztlichen Handeln eine lange Tradition: Unter anderem bei der Verschwiegenheit über die Belange unse- rer Patienten, beim sicheren Verschluss der Patientenakten, der Verschlüsselung von Daten bei elektronischem Versand, technischen Vorkehrungen gegen das Ausspähen elektronisch gespeicherter Daten bei Anbindung an Datennetze ... Nun trat am 25. Mai 2018 die neue Da- tenschutzgrundverordnung der Europä- ischen Union (EU-DSGVO) in Kraft, zu deren Umsetzung wir verpflichtet sind und bei deren Nichtumsetzung uns drastische Sanktionen drohen. Die EU- DSGVO fordert von uns viel weitrei- chendere Aufgaben im Datenschutz – von der Aufklärung des Patienten, über die Verarbeitung seiner Daten bis hin zu deren Speicherung. Dazu regelt sie auch die Beziehung zu Aufsichtsbehörden und EDV-Dienstleistern – einschließlich der Privatärztlichen Verrechnungsstelle – und führt uns vor Augen, dass zur Da- tenverarbeitung nicht nur das Erheben und Speichern von Daten zählt, sondern auch ihr Ordnen, Anpassen, Ändern, Auslesen, Weiterleiten oder Löschen. Zu- dem betrifft die Regelung nicht nur un- sere Patientendaten, sondern auch die unserer Mitarbeiter. Datenschutz in den PKD Nun sind wir Palliativärzte in aller Regel entweder in eigener Praxis oder in einer Anstellung tätig und damit den daten- schutzrechtlichen Regelungen in diesem Bereich unterworfen. Allerdings gilt die EU-DSGVO unter anderem auch für frei- berufliche Tätigkeit oder Vereine, womit sie also auch die Organisationsstruktur unserer palliativmedizinischen Konsili- ardienste (PKD) betrifft – ob nun als Ver- ein oder GbR (Gesellschaft bürgerlichen Unsere Ziele sind: — Qualitätsindikatoren in der ambulan- ten Palliativmedizin zu definieren und weiterzuentwickeln, — Betroffene und Angehörige über die Möglichkeiten einer fachgerechten palliativmedizinischen Versorgung zu informieren, — die Diskussion über ethische und rechtliche Fragestellungen am Lebensende anzustoßen und zu vertiefen, — ein langfristiger Kulturwandel im Umgang mit Tod und Sterben. Berufsverband der Palliativmediziner in Westfalen-Lippe e.V. Geschäftsstelle: Sabine Schäfer Dieckmannstraße 200 48161 Münster Tel. 02 51 / 5308-9960 E-Mail: info@bv-palliativmediziner.de Öffentlichkeitsarbeit: Dr. med. Eberhard A. Lux Klinik für Schmerz- und Palliativmedizin am Klinikum St.-Marien-Hospital Lünen Telefon: 02306 77-2920 Fax: 02306 77-2921 E-Mail: drlux@web.de www.bv-palliativmediziner.de ©© contrastwerkstatt / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodellen) Aus Datenschutzgründen müssen Praxismitarbeiter darauf achten, dass auch am Telefon die Identität des Anrufers jederzeit geschützt ist. Berufsverband der Palliativmediziner 64 Schmerzmedizin 2018; 34 (4) in Westfalen-Lippe e.V.

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