Schmerzmedizin 3 / 2018

©© SeanPavonePhoto / Fotolia Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2018 Klare Linien für die Schmerzmedizin Vom 8. bis 10. März 2018 trafen sich schmerzmedizinisch interessierte Ärzte sowie Vertreter nicht ärztlich tätiger Fachgruppen in Frankfurt zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS). Im Fokus stand neben dem Thema „Digitalisierung“ auch die Bilanz nach einem Jahr Cannabisgesetz. Für den Praxisalltag wurden Empfehlungen ausgesprochen, neue Leitlinien präsentiert und zu deren Kom- mentierung aufgerufen. Ein besonderes Highlight stellte das gemeinsame Symposium der Präsidenten der DGS, DSG und BVSD dar. Gemeinsam die Versorgung sichern Das Präsidentensymposium der drei großen deutschen Schmerz-Fachgesell- schaften zur Zukunft der Schmerzversorgung in Deutschland stand zunächst im Zeichen von zwei Ärzten aus dem Publikum, die klare Akzente setzten. Ihre Botschaft an die Verbandschefs: Arbeitet endlich gemeinsam zusammen und bindet uns Ärzte in eure Entscheidungsprozesse mit ein! D er Appell der zwei Ärzte von der Ba- sis hatte Gewicht. Beide sind Mit- glieder in allen drei Fachgesellschaften, die auf dem Podium vertreten waren. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerz- medizin (DGS) mit ihrem neuen Chef Dr. Johannes Horlemann, Professor Jo- achim Nadstawek vom Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psycho- therapeuten in der Schmerz- und Palli- ativmedizin in Deutschland (BVSD) und der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft Professor Martin Schmelz (DSG) lieferten spannende Ein- sichten. Gemeinsammöchte man nach Jahren des Streits nun Kräfte bündeln. Ein Streit, der sich vor allem an der Einfüh- rung des Facharztes für Schmerzmedi- zin festgemacht hatte. Doch jetzt weht ein frischer Wind und es gibt aus Sicht der Fachgesellschaften ein zentrales Ziel, das nur gemeinsam erreicht werden kann: Es geht um die Sicherstellung ei- ner dauerhaft besseren Versorgung von Schmerzpatienten. Fragen gibt es mehr als genug, sagte Horlemann: „Wie stellen wir uns ge- meinsam auf? Was wollen wir an Inhal- ten haben? Was wollen wir von der Po- litik? Wie wollen wir uns von anderen Fachgruppen abgrenzen? Wie kann die Schmerzmedizin für den Mediziner- nachwuchs attraktiver gestaltet wer- den?“ Eine Strukturkommission mit Vertretern aus allen drei Gesellschaften hat im Februar mit Blick auf diese Fra- gen erste gemeinsame Handlungsfelder definiert. 8 Schmerzmedizin 2018; 34 (3) Medizin aktuell

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