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Welche Antwort bezüglich der

Fentanylgabe ist

falsch

?

◯◯

Aufgrund des raschen Beginns und des

schnellen Anstiegs des Tumordurch-

bruchschmerzes sind Opioide mit einer

schnellen Anschlagszeit z.B. Fentanyl in

Form von Nasensprays oder transmu-

kosal resorbierbare Fentanyl-Tabletten

besonders wirksam.

◯◯

Nasale und transmukosale Fentanyl-

Anwendungen unterscheiden sich in

der Anschlagszeit.

◯◯

Aufgrund des rasanten Beginns der

Tumordurchbruchschmerzen ist immer

die subkutane Injektion von Fentanyl

zu wählen.

◯◯

Die Einnahme einer zusätzlichen Opiat-

Retardtablette ist zur Behandlung von

Schmerzattacken ungeeignet.

◯◯

Fentanyl wird schnell durch die Mund-

und Nasenschleimhaut aufgrund seiner

Hydrophilie resorbiert.

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Welche Aussage bezüglich der Do-

sierung der Opiattagesmedikation

zur Behandlung der vorhersehbaren

Schmerzverstärkung bei Patienten

mit Tumorschmerzen ist

falsch

?

◯◯

Wird zur Behandlung von verstärktem

Schmerzes ein nicht retardiertes Opio-

id gewählt, sollte dessen Dosierung 1/6

bis 1/10 der Opioidtagesdosis betra-

gen.

◯◯

Es sollte die Behandlung generell mit

10 mg Morphin subkutan begonnen

werden.

◯◯

Bei der Anwendung von transmukosa-

lem oder nasal appliziertem Fentanyl

soll die zuerst genannte Regel nicht

angewandt werden – es sollte mit der

kleinsten verfügbaren Dosis eine Titra-

tion begonnen werden.

◯◯

Dosistitration ist bei intravenöser

Applikation von Opioiden zu empfeh-

len.

◯◯

Die durch Studien belegte Evidenz für

die Titrationsschemata ist gering.

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Stark wirksame Opioide wirken

grundsätzlich über den sogenann-

ten µ-Rezeptor. Welche Aussage ist

richtig ?

◯◯

Aufgrund der Tatsache, dass Opioide

bei Patienten unterschiedlich wirksam

sein können, sollte grundsätzlich die

Opioid-Basismedikation und das zur

Behandlung des Tumordurchbruch-

schmerzes verwendete Opioid iden-

tisch sein.

◯◯

Da Opioide grundsätzlich hinsichtlich

der analgetischen Wirksamkeit alle

über einen µ-Rezeptor-Agonismus

wirken, darf sich das stark wirksame

Opioid, welches zur Durchbruchmerz-

Medikation gewählt wurde, von dem

starken Opioid in der Basismedikation

unterscheiden.

◯◯

Da Opioide interindividuell unter-

schiedlich wirken können, sollte das

Durchbruchschmerz-Medikament sich

grundsätzlich vom Basis-Opioid unter-

scheiden.

◯◯

Bei der Verwendung von Buprenorphin

als Basismedikation darf ein reiner

Opioidagonist nicht zur Behandlung

des Durchbruchschmerzes angewandt

werden.

◯◯

Opioide wirken ausschließlich über

den µ-Rezeptor analgetisch.

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Opioide, welche zur Behandlung

des Tumordurchbruchschmerzes an-

gewendet werden, sind als Fertig­

arzneimittel oder Rezepturarznei­

mittel erhältlich. Welche Antwort ist

richtig?

◯◯

Die Anwendung von Fentanyl zur Be-

handlung der Tumordurchbruch-

schmerzen ist ausschließlich als

Fertigarzneimittel (Tabletten und Na-

senspray) zulässig, Fentanyl-Nasen-

spray darf nicht durch den Apotheker

selbst hergestellt werden.

◯◯

Die Herstellung von Fentanyl-Nasen-

spray durch den Apotheker bedarf

einer speziellen Genehmigung des

Amtsapothekers.

◯◯

Fentanyl kann in Form einer Tropfen­

lösung hergestellt werden, da dann die

Resorption im Gastrointestinaltrakt

besonders effektiv ist.

◯◯

Buccale und sublinguale Fentanyl­

tabletten sollen vom Patienten in aus-

reichender Anzahl vorbeugend aus der

kindersicheren Verpackung entfernt

und gelagert werden, da die Entnahme

der Tabletten aus der Verpackung

grundsätzlich zu lange dauert.

◯◯

Fentanyl-Nasenspray kann rezeptiert

und durch den Apotheker hergestellt

werden. Hier liegt der Preis deutlich

unter den Fertigarzneimitteln, aller-

dings ist die Partikelgröße im Sprüh-

stoß deutlich inhomogener, eine

Kindersicherung fehlt und eine

Produktinformation liegt nicht bei.

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Höherfrequent auftretende einschie-

ßende Schmerzen können bei der

Affektion von nervalen Strukturen

auftreten. Welche Antwort ist richtig?

◯◯

Diese Schmerzattacken sollen mit

Rapid-Onset-Opioiden, wie Fentanyl

behandelt werden.

◯◯

Einschießende Schmerzen im Rahmen

neuropathischer Schmerzen bedürfen

einer erhöhten Dosis an retardierten

Opioiden.

◯◯

Antikonvulsiva und Antidepressiva sind

bei neuropathischen Schmerzen Mittel

der ersten Wahl.

◯◯

Opioide sind bei neuropathischen

Schmerzen unwirksam.

◯◯

Neuropathische Schmerzen treten im

Rahmen von Tumorschmerzen nicht

auf.

Schmerzmedizin 2017; 33 (1)

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