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.SpringerMedizin.de

24

Schmerzmedizin 2017; 33 (4)

?

?

Welche Antwort ist richtig? Medizi-

nische Maßnahmen müssen in ihrem

Inhalt und ihrem Verlauf dokumen-

tiert werden.

◯◯

Dies gilt nicht für die palliative Sedie-

rung, da das Ziel der Behandlung eine

Sedierung des Patienten bis zum

Todeseintritt ist.

◯◯

Es ist ausreichend, zur Sedierung ver-

wendete Medikamente, deren Dosie-

rung und die Gabe schriftlich zu

dokumentieren.

◯◯

Der klinische Verlauf (insbesondere das

zur Sedierung führende Symptom)

sollte mindestens dreimal täglich im

Hinblick auf die verabreichte Dosierung

des Sedativums dokumentiert werden.

◯◯

Die kontinuierliche Gabe eines Sedati-

vums ist hinsichtlich der Dokumenta-

tion und Überwachungspflicht mit

einer Narkose vergleichbar, weshalb im

15-Minuten-Takt Blutdruck, Puls, Atem-

frequenz und Sauerstoffsättigung

dokumentiert werden müssen.

◯◯

Die Dokumentation muss grundsätz-

lich durch einen Arzt erfolgen.

?

?

Das Ziel der palliativen Sedierung ist

eine in Tiefe und Zeit zu steuernde

Bewusstseinsdämpfung des Pati-

enten zur Beherrschung belasten-

der Symptome. Welche Medikamente

sind hierzu besonders geeignet?

◯◯

Langwirksame Sedativa, da eine siche-

re tiefe Sedierung des Patienten ange-

strebt wird.

◯◯

Sedativa mit kurzer Halbwertzeit wie

zum Beispiel Midazolam.

◯◯

Opioide in hoher Dosis, da bei einer

relativen Überdosierung die Sedierung

des Patienten erfolgt und zudem eine

Ateminsuffizienz die Sterbephase ver-

kürzt.

◯◯

Medikamentenkombinationen (Sedati-

vum, Opioid, Antiemetikum) zur

Reduktion der Dosis der einzelnen

Medikamente.

◯◯

Inhalativ zu applizierende Substanzen

wie Cannabis.

?

?

Palliative Sedierung ist in der Termi-

nal- und Finalphase bei korrekter

Organisation und Durchführung ein

wichtiges Element in der Palliativ­

medizin. Welche Antwort ist richtig?

Die Durchführung einer palliativen

Sedierung …

◯◯

ist ausschließlich auf einer Palliativstati-

on oder in einem stationären Hospiz

mit kontinuierlicher Anwesenheit von

Fachpersonal möglich.

◯◯

kann in der häuslichen Umgebung

stattfinden, sofern sich der Patient da-

bei nicht selbst überlassen wird, eine

regelmäßige Überwachung und Doku-

mentation ist auch hier unumgänglich.

◯◯

schließt Patientenzugehörige von der

Überwachung definitiv aus, bei palliati-

ver Sedierung im häuslichen Umfeld

muss mindestens eine Pflegekraft dau-

erhaft anwesend sein.

◯◯

kann nur bei Anwesenheit eines Arztes

erfolgen.

◯◯

sollte videoüberwacht sein.

?

?

Im Fokus der palliativmedizinischen

Betreuung steht die Lebensqualität

des Patienten und der Zugehörigen.

Palliative Sedierung ist ein therapeu-

tischer Aspekt in der Betreuung. Wel-

che Antwort ist richtig? Sedierung

sollte ...

◯◯

möglichst vielen Patienten zuteil wer-

den, da die Sterbephase in aller Regel

von belastenden Symptomen begleitet

ist.

◯◯

in ihrer Indikationsstellung kritisch ge-

prüft werden, da dem Patienten durch

palliative Sedierung das Bewusstsein

genommen wird.

◯◯

möglichst unterbleiben, da dem Pati-

enten eine bewusste Auseinanderset-

zung mit seinem Lebensende

genommen wird.

◯◯

nur hinsichtlich der Symptome

Schmerz und Angst erfolgen.

◯◯

besonders bei Muslimen erfolgen.

?

?

Palliative Sedierung wird nicht nur in

der Sterbephase angewandt. Ist im

Einzelfall eine Fortführung von Ernäh-

rung und Flüssigkeitsgabe indiziert?

◯◯

Keinesfalls, da die parenterale Flüssig-

keitsgabe tracheales Rasseln verstärkt.

◯◯

Keinesfalls, da der Patient ohnehin

stirbt und damit die Indikation nicht

gegeben ist.

◯◯

Keinesfalls, da in diesem Falle unwirt-

schaftlich behandelt wird.

◯◯

Eine Indikation kann bei einer intermit-

tierenden Sedierung gegeben sein, so-

fern der Patient sich nicht in der

unmittelbaren Sterbephase befindet.

◯◯

Palliative Sedierung und Ernährung

schließen sich gegenseitig aus.