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DGS-Agenda 2020

plus

Durch Wandel die Herausforderungen

der Zukunft meistern

Angesichts der bestehenden Herausforderungen in der schmerz­

medizinischen Versorgung hat der DGS-Vorstand mit der DGS-Agenda

2020

plus

zahlreiche Aktivitäten zur Gestaltung der Zukunft beschlossen.

G

roß sind sie, die Herausforderun-

gen mit denen sich die Deutsche

Gesellschaft für Schmerzmedi-

zin (DGS) Mitte des Jahres 2017 kon-

frontiert sieht. Vielgestaltig sind die Ge-

biete und Aufgaben, die es für Europas

größte schmerzmedizinische Versorger-

gesellschaft in nächster Zeit zu bewälti-

gen gilt, um dem Bedarf einer zuneh-

mend steigenden Zahl an Patienten in

Deutschland mit chronischen Schmer-

zen oder solchen in palliativen Lebens-

umständen nach einer patienten- und

bedürfnisorientierten Individualversor-

gung gerecht werden zu können.

Veränderungen notwendig

Um angesichts dieser Herausforderun-

gen dem eigenen Anspruch als führen-

de schmerzmedizinische Versorgerge-

sellschaft Deutschlands auch in Zu-

kunft gerecht werden zu können, bedarf

es aus Sicht des DGS-Vorstandes einiger

grundsätzlicher Veränderungen. Ziel

dieser Veränderungen muss es sein, die

vielfältigen Aktivitäten und Formate

der verschiedenen Arbeitsgruppen in-

nerhalb unserer Gesellschaft besser zu

koordinieren, das Mitgliederinteresse

an der aktiven Mitarbeit in der Gesell-

schaft zu fördern, verstärkt miteinan-

der zu wirken, neue Allianzen zu

schmieden und Kooperationen auszu-

bauen. Darüber hinaus gilt es, neue

Mitglieder zur Vergrößerung des be-

reits bestehenden Netzwerkes der DGS-

Schmerzzentren zu gewinnen, den

Kreis schmerzinteressierter Versor-

gungspartner (Stichworte: Netzwerk­

apotheke Schmerz, Schmerzkompetenz

Physiotherapie, etc.) zu erweitern, alge-

siologischen Fachassistenten, Pain Care

Assistants, Pain Nurses etc. durch ge-

eignete Strukturen und Angebote in/

mit der DGS eine adäquate Interessen-

vertretung zu bieten und das Interesse

des medizinischen und pflegerischen

Nachwuchses für die schmerzmedizini-

sche Arbeit in Klinik und Praxis zu we-

cken. Und – last but not least – wollen

wir zusammen mit der Deutschen

Schmerzliga (DSL) gesundheitspoli-

tisch sowohl auf Bundes- als auch Lan-

desebene (noch) stärker in Erscheinung

treten, um die Interessen von Schmerz-

patienten und Schmerzmedizinern

noch besser und nachhaltiger vertreten

zu können.

Zukunftsweisende Agenda

Auf seiner Strategietagung hat der Vor-

stand der DGS deshalb nach intensiver

Analyse der Ist-Situation und ausführli-

chen Diskussionen über die weitere Vor-

gehensweise mit der DGS-Agenda

2020

plus

zahlreiche Aktivitäten beschlos-

sen, um der Gesellschaft die Umsetzung

ihrer satzungsgemäßen Aufgaben auch

in Zukunft zu ermöglichen und die

grundsätzliche Teilhabe und das Mit-

wirken der Mitglieder an den Aktivitä-

ten der Gesellschaft zu stärken. Hierzu

gehören unter anderem:

die aktive Erweiterung des Kreises der

DGS-Schmerzzentren auf alle Städte

mit mindestens 50.000 Einwohnern

mit dem Ziel der Etablierung eines

flächendeckenden schmerzmedizini-

schen DGS-Versorgungsnetzwerkes

die Etablierung sogenannter DGS-Re-

gionalkonferenzen zur Verbesserung

der regionalen Zusammenarbeit vor

Ort und zur Verbesserung der Zusam-

menarbeit mit dem Vorstand

Um die Ziele der DGS-Agenda 2020

plus

im Sinne der Schmerzpatienten zu erreichen,

sind alle Mitglieder herzlich eingeladen sich einzubringen.

©© FPhoto-K / Fotolia

DGS

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V.

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Schmerzmedizin 2017; 33 (4)