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Im Auftrag de

Sc

hmerzfreiheit

Die wichtigsten Ziele de DGS:

Förderung der Schmerzmedizin in

Forschung und Lehre

Entwicklung von Standards für die

Aus-, Fort- und Weit rbildung in

Schmerzmedizin

Entwicklung von Qualitätsstandards

in der Schmerzmedizin

Weiterbildung auf allen Gebieten der

Schmerzdiagnostik und -therapie

Qualitative u d quantitative Verbes-

ser ng der schmerzmedizinischen

Patientenversorgung

Förderung der palliativmedizini-

schen Versorgung

Aufbau eines nationalen und inter-

nationalen Netzwerk s Schmerz­

medizin

Versorgungsforschung im Bereich

der Schmerzmedizin

Gründung regionaler Schmerz­

zentren und Schmerzkonferenzen

Wissenschaftliche und fachliche

Beratung u d Unterstützung von

Ärzten, Psychologen und allen

Berufsgruppen in der Patienten­

versorgung

Wissenschaftliche und fachliche

Beratung von öffentlich-rechtlichen

Körperschaften, Kostenträgern,

Politik und Öffentlichkeit

Flächendeckende schmerzmedizini-

sche Versorgung durch Etablierung

eines Facharztes für Schmerzmedizin

Deutsche Gesellschaft für

Schmerzmedizin e. V.

Geschäftsstelle:

Heike Ahrendt

Lennéstraße 9, 10785 Berlin

Telefon: 030 8562188 - 0

Fax: 030 22185342

E-Mail: heike.ahrendt@

dgschmerzmedizin.de

Vorstand:

Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe

(Präsident)

Dr. med. Oliver Emrich (Vizepräsident)

Dr. med. Johannes Horlemann

(Vizepräsident)

Klaus H. Längler (Vizepräsident)

Dr.

PD Dr. med. Michael A. Überall

(Vizepräsident)

www.dgschmerzmedizin.de

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Sc m rzme z n V

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dgschmerzmedizin.de

Spezialisierte Ambulante Schmerzmedizinische

Versorgung

Zehn-Punkte-Plan

für eine SASV

Die Etablierung eines Facharztes für Schmerzmedizin scheitert weiter-

hin an Partikularinteressen. Eine bessere Versorgung von Patienten

mit chronischen Schmerzen darf aber nicht scheitern. Die Deutsche

Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. schlägt daher die „Speziali-

sierte Ambulante Schmerzmedizinische Versorgung“ (SASV) als neue

Versorgungsstruktur vor.

S

tellen Sie sich vor, Sie erleiden eine

Unterarmfraktur und die nächste

für Sie erreichbare Behandlungs-

möglichkeit ist über 100 km entfernt.

Darüber hinaus besteht dort eine War-

tezeit von über einem Jahr für einen Be-

handlungstermin. Würden Sie diese Si-

tuation in einem Land mit einem der

besten Gesundheitssysteme weltweit ak-

zeptieren?

In einer vergleichbaren Situation fin-

den sich 3,4 Millionen Patienten mit

schwersten problematischen Schmerz-

krankheiten in Deutschland. Die hier-

zulande übliche Sicherstellung der am-

bulanten Versorgung – basierend auf ei-

ner Bedarfsplanung – greift bis heute

nicht für die Schmerzmedizin, da diese

sich an Fachgebieten orientiert – ein Sta-

tus, der der Schmerzmedizin weiterhin

verwehrt ist, – da jedes klinische Fach-

gebiet sich berufen fühlt, Patienten mit

chronischen Schmerzen qualifiziert zu

behandeln.

Die Konsequenz: Statt abzunehmen

steigt die Zahl der betroffenen Patienten

von Jahr zu Jahr an. Notwendige – oft

multiprofessionelle – Frühintervention

unterbleibt, auf die Bedürfnisse von Pa-

tienten mit chronifizierten Schmerzen

zugeschnittene Behandlungskonzepte

sind, wenn überhaupt, oft nur mit gro-

ßer zeitlicher Verzögerung und wohn-

ortfern verfügbar.

Stillstand statt Fortschritt

Seit der Schaffung der fachgebietsbezo-

genen Zusatzbezeichnung „Spezielle

Schmerztherapie“ 1996 und Übernahme

der von der Deutschen Gesellschaft für

Schmerzmedizin (DGS) e.V. (damals

STK) mit einzelnen Krankenkassen zu-

vor getroffenen Qualitätssicherungsver-

einbarungen in den EBM 2005, gibt es

nicht nur einen Stillstand, sondern eher

Rückschritte in der schmerzmedizini-

schen Versorgung. Daran ändert auch

das „Querschnittsfach Schmerzmedizin“

– seit 2016 obligater Bestandteil des zwei-

ten ärztlichen Prüfungsabschnittes –

nur wenig, da der Lehr- und Prüfungs-

umfang in keiner Weise den Herausfor-

derungen gerecht wird, denen sich die

zukünftigen Ärzte gegenüber sehen wer-

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(

med. Silvia Maurer (Vizepräsidentin)

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„Die

»

Spezialisierte Am-

bulante Schmerzmedi-

zinische Versorgung

«

(SASV) eröffnet Pers-

pektiven für eine besse-

re Versorgung von Pati-

enten mit chronischen

Schmerzen.“

Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe

Präsident der Deutschen Gesellschaft

für Schmerzmedizin e.V.

DGS

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.

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Schmerzmedizin 2017; 33 (3)