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die Stärkung der Einflussnahme auf

die Entwicklung von Versorgungs­

modellen durch die Etablierung so­

genannter überregionaler DGS-Exzel­

lenzzentren für die wichtigsten

schmerzmedizinischen Indikations­

gebiete (z.B. Rücken, Arthrose, Kopf­

schmerzen, Nervenschmerzen, CRPS,

etc.) und gesellschaftsrelevanten Son­

derbereiche (z.B. Versorgungsfor­

schung, Selektivverträge, etc.)

die Gründung von DGS-Arbeitsgrup­

pen für die wichtigsten schmerzmedi­

zinischen Aufgabenfelder sowie zur

Entwicklung tragfähiger Zukunfts­

konzepte (z.B. für die Bereiche Nach­

wuchs, ambulante und stationäre Ver­

sorgung, multimodale Schmerzthera­

pie, etc.)

die Einrichtung einer DGS-Ethik­

kommission (z.B. zur Bewertung ge­

sundheitspolitischer Entwicklungen

und etablierter Versorgungskonzepte

oder Begleitung bei der Entwicklung

eigener Konzepte, etc.)

die Einberufung eines DGS-Beirates

(u.a. bestehend aus Repräsentanten der

DGS-Regionalkonferenzen/Schmerz­

zentren, der DGS-Exzellenzzentren,

der DGS-Arbeitsgruppen, der DGS-

Ethikkommission, der schmerz­

interessierten Fachangestellten und

der Deutschen Schmerzliga) als Unter­

stützung des DGS-Vorstandes

die Gründung einer Programmkom­

mission für den Deutschen Schmerz­

tag und Palliativtag sowie die Einfüh­

rung eines jährlich wechselnden Ta­

gungspräsidenten

der Ausbau der Aktivitäten der neuen

DGS-Geschäftsstelle in Berlin mit

dem Ziel dort zusammen mit der Re­

präsentanz der DSL noch stärker ge­

sundheitspolitisch Einfluss zu neh­

men und zugleich moderne Versor­

gungskonzepte und Vergütungsver­

träge zu entwickeln

der Um- und Ausbau des DGS-Cam­

pus Fortbildungsbereichs

der Ausbau der langjährigen gesund­

heitspolitischen Zusammenarbeit mit

der Deutschen Schmerzliga (DSL) e.V.

sowie die Intensivierung der Koopera­

tion mit dem Berufsverband der Ärzte

und Psychologischen Psychotherapeu­

ten in der Schmerz- und Palliativme­

dizin in Deutschland (BVSD) e.V.,

dem Deutschen Verband für Physio­

therapie (Physio Deutschland, ZVK)

e.V., dem Patientensiegel, dem Ar­

beitskreis nicht operativ tätiger Akut­

krankenhäuser (ANOA) und vielen

weiteren Kooperationspartnern.

Diese (und zahlreiche weitere) Maßnah­

men werden mit Beginn der zweiten Jah­

reshälfte 2017 nach und nach umgesetzt.

Sie werden es der Deutschen Gesell­

schaft für Schmerzmedizin in Zukunft

nicht nur erlauben, bekannten wie neu­

en gesundheitspolitischen Herausforde­

rungen zeitnah optimal begegnen zu

können, sondern gleichzeitig auch ihr

Engagement zum Wohle der Menschen

mit chronischen Schmerzen kontinuier­

lich auszubauen.

Dank an Gerhard Müller-Schwefe

für jahrzehntelanges Engagement

Alle diese Aktivitäten der DGS-Agenda

2020

plus

erscheinen heute – nach dem

jetzt bekannt gewordenen gesundheits­

bedingten Rückzug des langjährigen

DGS-Präsidenten vom Alltagsgeschäft

der DGS-Vorstandsarbeit – nicht nur in

einem völlig neuen Licht, sondern ge­

winnen angesichts der nun vor uns al­

len liegenden (noch größeren) Heraus­

forderungen entscheidend an Bedeu­

tung. Zwar ist grundsätzlich jeder er­

setzbar, aber mit Dr. med. Gerhard H.

H. Müller-Schwefe verliert die DGS

eine über mehr als zwei Jahrzehnte zum

Wohle der Schmerzmedizin aktive,

wortgewaltige, tatkräftige, politisch au­

ßerordentlich geschickte und darüber

hinaus auch bestens vernetzte Gallions­

figur, die die Gesellschaft auch in stür­

mischen Zeiten und täglich neuen He­

rausforderungen dank großem persön­

lichem Einsatz sicher auf Kurs hielt.

Die mit seinem Rückzug verbundene

Lücke gilt es für uns nun zu füllen und

aus diesem Grund sieht sich der aktu­

elle Vorstand der Deutschen Gesell­

schaft für Schmerzmedizin noch stär­

ker in der Pflicht, die DGS bis zur

nächsten Mitgliederversammlung auf

den gemeinsam vereinbarten neuen

Kurs zu bringen, um dem dann neu zu

wählenden Vorstand seine weitere Ar­

beit für die Schmerzmedizin im Allge­

meinen und die Deutsche Gesellschaft

für Schmerzmedizin im Speziellen zu

erleichtern.

Dank Ihnen allen – den Mitgliedern

der DGS, die Sie unsere Arbeit als Vor­

stand Ihrer Gesellschaft seit vielen Jah­

ren konstruktiv begleiten, – sind wir zu­

versichtlich, auch diese neuen Aufgaben

erfolgreich bewältigen zu können und

freuen uns auf die vor uns liegenden He­

rausforderungen.

Für den DGS-Vorstand:

Dr. Oliver Emrich, Dr. Johannes

Horlemann, Klaus Längler, Dr. Silvia

Maurer, Dr. Michael A. Überall

Konzept mit Hand und Fuß – DSL begrüßt die DGS-Agenda 2020

plus

Auf seiner Strategietagung hat der Vorstand der Deutschen Schmerzliga (DSL) e.V.

Ende Juni die von der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin vorgestellte Agenda

2020

plus

ausführlich diskutiert und als perspektivisch einzig möglichen Weg begrüßt,

nicht nur die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen in Deutschland

weiter zu verbessern, sondern auch die damit verbundenen Aufgaben innerhalb der

seit mehreren Jahrzehnten eng verbundenen Partnergesellschaft gerechter zu vertei-

len. Die DSL betrachtet die DGS-Agenda 2020

plus

als zukunftsweisendes Programm zur

weiteren Verbesserung der schmerzmedizinischen Versorgung in Deutschland.

Insbesondere in der Ausweitung des Netzwerkes schmerzmedizinischer DGS-Schwer-

punkteinrichtungen, der begleitenden Gründung indikationsspezifischer DGS-Exzel-

lenzzentren, der Stärkung des Versorgungsforschungsbereiches (u.a. über das

DGS-PraxisRegister Schmerz) und der geplanten Nachwuchsförderung sieht der DSL-

Vorstand entscheidende Schritte für eine konkrete, unmittelbare und nachhaltig wirk-

same Verbesserung der schmerzmedizinischen Versorgungslandschaft Deutschlands.

Gleichzeitig bedauert der DSL-Vorstand den Rückzug des langjährigen DGS-Präsiden-

ten Dr. med. Gerhard H.H. Müller-Schwefe und wünscht ihm für seine Genesung, wie

auch dem aktiven DGS-Vorstand für seine vielfältigen Aufgaben viel Glück, Kraft, Ge-

schick, Ausdauer und Gesundheit.

Deutsche Gesellschaft für

Schmerzmedizin e. V.

www.dgschmerzmedizin.de

Schmerzmedizin 2017; 33 (4)

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