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Datum

Kursort

Weiterbildungen

Von den Ärztekammern anerkannt!

80 h Spezielle Schmerztherapie

Kursweiterbildung; Blockkurse à 40 h

18.–21.5.2017

Berlin

Block 1 / 40 UE / CME-Punkte

29.6.–2.7.2017

Berlin

Block 2 / 40 UE / CME-Punkte

16.–19.11.2017

Mannheim

Block 1 / 40 UE / CME-Punkte

7.–10.12.2017

Mannheim

Block 2 / 40 UE / CME-Punkte

Basiskurs Palliativmedizin; 40 h

21.–25.6.2017

Mannheim

40 UE / CME-Punkte

Fortbildungen

24.6.2017

Homburg (Saar)

6. Homburger Schmerz- und Palliativkongress

24.–25.6.2017

Tübingen

Das Zahn-, Mund- und Kiefersystem als systemisch

wirksame Schmerzursache

Referent: Hardy Gaus, Zahnarzt

Programmänderungen vorbehalten

Alle Kurse können Sie auch bequem online buchen unter

www.dagst.de

.

©© RRF Fotolia

©© [M] Nata-Lia / Shutterstock.com

DAGST-Veranstaltungen

Am 24.  Juni 2017 findet in Homburg

(Saar) statt:

6. Homburger Schmerz- und

Palliativkongress

Veranstalter: DAGST e.V. mit dem

Zentrum für Palliativmedizin und

Kinderschmerztherapie, Klinik für

Anästhesiologie, Intensivmedizin

und Schmerztherapie des Universi-

tätsklinikums des Saarlandes

Beeinträchtigungen in unterschiedlichs-

ten psychischen Funktionen vor. Mal

sind es „nur“ Stressreaktionen, Schlaf-

störungen oder Ängste, mal (frühkind-

liche) Traumatisierungen oder die Ent-

wicklung von Toleranz und Abhängig-

keit gegenüber Schmerzmitteln. Für alle

diese Begleitdiagnosen erscheint das

NADA-Protokoll anwendbar und erfolg-

versprechend. Von diesen speziellen An-

satz könnten Patienten profitieren, die

Bedenken vor Medikamenteneinnahme

oder Vorbehalte gegenüber einer Psy-

chotherapie (noch dazu in der Gruppe!)

haben. Ferner Patienten, die es eigentlich

in keiner Therapie lange aushalten und

auch diejenigen, die das Gefühl haben,

der Schmerz raubt ihnen jegliche Hand-

lungs- und Entscheidungsfreiheit. Die-

ses Setting gewährt ein hohes Maß an

Autonomie, wirkt nicht konfrontativ

und bahnt Möglichkeiten an statt Defi-

zite aufzuzeigen. Auch der Übergang

von der stationären Behandlung zum

Alltag könnte günstig beeinflusst wer-

den. Denn in der stationären Behand-

lung zeigen sich oft viele gute Entwick-

lungen, die Patienten beginnen selbstän-

dig zu üben und machen Fortschritte.

Im Alltag zuhause werden die Übungen

aber nicht durchgehalten. Die Verringe-

rung von Abbruchquoten in Entzugs-

programmen und die verbesserte Reso-

zialisierung nach Haftaufenthalten legen

nahe, dass die Patienten mehr Selbst-

wirksamkeit erleben und mehr Durch-

haltevermögen erlangen.

Ich selbst habe zwar noch keine per-

sönliche Erfahrung in der Anwendung

des NADA-Protokolls. Im Manual der

NADA soll die Anwendung bei chroni-

schen Schmerzen aber schon empfohlen

werden. Als „Stand-Alone-Therapie“ ist

das NADA-Protokoll definitiv nicht ge-

dacht, aber als sinnvolle Ergänzung zu

bestehenden multimodalen Program-

men erscheint es mir auf jeden Fall min-

destens den Versuch wert! Wenn Sie als

Leser dieser Zeitschrift bereits Erfah-

rungen in Ihrer Klinik, Tagesklinik oder

Praxis gemacht haben, würde ich mich

über Rückmeldungen sehr freuen.

Mit freundlichen, kollegialen Grüßen

Birgit Scheytt

Schmerzmedizin 2017; 33 (3)

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