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tischen Muskulatur, insbesondere der

langen Rückenstrecker, der Rhomboid-

muskulatur und der Oberschenkelstre-

cker. Die bisherige Behandlung umfass-

te Ibuprofen 800 mg zwei- bis dreimal

täglich, Massagen, Akupunktur und Os-

teopathie. Seit Jahren wird einmal wö-

chentlich Krankengymnastik durchge-

führt. Seit mehr als sechs Monaten sind

die Übungen im häuslichen Umfeld

schmerzbedingt nicht mehr durchführ-

bar. Das Gangbild des Patienten ist un-

auffällig. Festzustellen war eine links-

konvexe Fehlhaltungen der Wirbelsäule

und eine reflektorische Steilstellung.

In den letzten Jahren wurden vielfach

zielgesteuerte Injektionen im Bereich

des Iliosakralgelenkes rechts zusätzlich

zur Facetteninfiltration in einem be-

kannten Röntgeninstitut in Bochum an-

gewendet.

Chronifizierung durch nicht

indizierte Therapie

Die Schmerzkonferenz „Linker Nieder-

rhein“ diskutierte nach der Vorstellung

des Patienten intensiv über die Indikati-

onen zu periradikulären Therapien und

Facetteninfiltrationen. Es wurde bemän-

gelt, dass solche invasiven Verfahren

nach wie vor ohne ausreichendes multi-

modales Konzept praktiziert werden. Es

kommt vor, dass Patienten ohne umfas-

sende schmerzmedizinische Untersu-

chung, auch im Bereich der Kassenärzt-

lichen Vereinigung Nordrhein, solchen

Therapieformen in Absprache unter den

Behandlern zugeführt werden. Der Pati-

ent gilt als Privatversicherter in dieser

Hinsicht als besonders benachteiligt.

Die Zunahme von lokal entzündlichen

Prozessen, insbesondere Diszitiden und

peridiskalen Schmerzen nach Injek­

tionstherapien, wurde bestätigt. Er-

staunlich ist der Mangel an Schmerz­

diagnostik im Bereich muskulärer

Schmerzursachen sowie die mangelhaf-

te diagnostische Bewertung psychosozi-

aler Schmerzbedingungen. Die Chroni-

fizierung von Schmerzen in Begleitung

eines statischen Muskelabbaus ist das

häufig beobachtete Endergebnis, das

nach Anwendung nicht indizierter peri­

radikulärer Therapie zu beobachten ist.

Dr. med. Johannes Horlemann, Kevelear

23. – 25. März in Frankfurt am Main

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2017

Neue und bewährte Formate im

wissenschaftlichen Programm – 2017

erwartet Sie mit dem Deutschen

Schmerz- und Palliativtag vom 23.–25.

März in Frankfurt ein Fachkongress der

Extraklasse. Dazu können Sie sich jetzt

anmelden. Das ist ab sofort online mög-

lich:

http://www.schmerz

-und-palliativtag.

de/2017/registrierung.html

Registrierung ab sofort online

Die Teilnahmegebühr beinhaltet die

Teilnahme an sämtlichen Veranstaltun-

gen des wissenschaftlichen Programms

des Deutschen Schmerz- und Palliativ­

tages. Besuchen Sie in diesem Jahr mit

Ihrer allgemeinen Registrierung zum

Kongress alle Sitzungen, Seminare und

Workshops, die Sie interessieren – eine

zusätzliche Buchung der Seminare ist

nicht mehr notwendig.

Für die Teilnahme am Pre-Congress

(22. März) und am Exzellenzsymposium

(Abendveranstaltung am 23. März) wird

eine separate Teilnahmegebühr erhoben.

Vorläufiges wissenschaftliches

Programm online

Auch für 2017 hat das Programmkomitee

wieder ein topaktuelles und abwechs-

lungsreiches wissenschaftliches Pro-

gramm zusammengestellt. Dieses fin-

den Sie unter

http://www.schmerz

-und-palliativtag.

de/2017/programm.html

Werfen Sie auch einen Blick in unseren

neuen, interaktiven Sitzungsplaner mit

den Tagesübersichten und ersten Infor-

mationen zu den einzelnen Sitzungen.

Wir sind umgezogen!

Ab sofort können Sie die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V.

unter folgender Adresse erreichen:

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V.

Lennéstraße 9, 10785 Berlin

Tel.: 030 8562188 - 0; FAX: +49 (0) 30 22185342

info@dgschmerzmedizin.de

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Deutsche Gesellschaft für

Schmerzmedizin e. V.

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Schmerzmedizin 2017; 33 (1)

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