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Datum

Kursort

Weiterbildungen

Von den Ärztekammern anerkannt!

80 h Spezielle Schmerztherapie

Kursweiterbildung; Blockkurse à 40 h

16.–19.11.2017

Mannheim

Block 1 / 40 UE / CME-Punkte

7.–10.12.2017

Mannheim

Block 2 / 40 UE / CME-Punkte

15.–18.3.2018

Erfurt

Block 1 / 40 UE / CME-Punkte

3.–6.5.2018

Erfurt

Block 2 / 40 UE / CME-Punkte

Basiskurs Palliativmedizin; 40 h

28.4.–2.5.2018

Erfurt

40 UE / CME-Punkte

Programmänderungen vorbehalten

Alle Kurse können Sie auch bequem online buchen unter

www.dagst.de

.

Jetzt anmelden:

Vom 16. –19.11.2017 findet in Mann-

heim folgende Weiterbildung statt:

„Spezielle Schmerztherapie“

©© RRF Fotolia

©

Nata-Lia / Shutterstock.com

DAGST-Veranstaltungen

destotrotz sind auch die Zusagen zum

Teil hanebüchen. So wird die Gültigkeit

zum Teil für drei bis sechs Monate for-

muliert, sodass nach Ablauf der Frist ein

Nachantragsverfahren einzureichen ist.

Oder es wird bei einem Kind, das sich

überraschenderweise noch im Wachs-

tum befindet und damit im Verlauf mit

einer völlig natürlichen Gewichtszunah-

me zu rechnen ist, nur eine fest definier-

te Dosierung genehmigt. Im O-Ton des

Zulassungsbescheides der Krankenkasse

hieß es dann: „jedwede Abweichung von

Ihrer eingangs beantragten Dosierung

bedarf eines erneuten Antrages“. Und in

einem Fall, den mir ein Kollege zugetra-

gen hat, hat die Krankenkasse doch tat-

sächlich eine Cannabinoid-Therapie bei

einem Kind abgelehnt mit dem unsägli-

chen Hinweis, dass bei Menschen unter

18 Jahren nicht genügend Sicherheits­

daten für eine Cannabinoid-Anwendung

vorlägen und – Vorsicht, jetzt kommt die

eigentliche Unverschämtheit – bei die-

sem schwerst mehrfach behinderten

Kind wurde noch dazu angeführt, dass

verschiedene andere Optionen, wie zum

Beispiel eine intrathekale Baclofen-Pum-

pentherapie auf jeden Fall noch vorzu-

schalten wären.

Zusammenfassend lautet mein Fazit

nach 100 Tagen Cannabis-Gesetz: Scha-

de, dass die Medikamente auf Cannabi-

noid-Basis und die Blüten in einem ge-

meinsamen Topf gelandet sind und

ebenso schade, dass sowohl die Kran-

kenkassen als auch der MDK sich mo-

mentan wie aufgescheuchte Hühner ver-

halten und völlig kopf- und sinnlose Fra-

gebögen herumschicken und ebenso

sinnfreie Ablehnungs- beziehungsweise

Zusagebescheide versendet.

Liebe Mitarbeiter der Krankenkassen

und liebe Kollegen beim MDK, auch

wenn Sie versuchen, uns unter Papier-

bergen zu begraben, wir werden mit Hil-

fe dieses neuen Gesetzes Cannabinoid-

Therapien für die wirklich bedürftigen

Patienten durchsetzen! Ob Ihnen das ge-

fällt oder nicht.

Mit den besten kollegialen Grüßen

Prof. Dr. med. Sven Gottschling

Zentrum für Palliativmedizin und

2. Vorsitzender der DAGST e.V.

Innovative Pilotprojekte ausgezeichnet

Europa-Premiere im Saarland: An der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg ist

erstmals eine Mehrgenerationen-Palliativstation eröffnet worden. Zehn Betten stehen

zur Behandlung Sterbender – vom Säugling bis zum alten Menschen – zur Verfügung.

Auf die sonst in der Medizin oft übliche Trennung von Kindern und Erwachsenen wird

hier bewusst verzichtet. Statt abzugrenzen, verbindet die gemeinsame Betreuung Alte

wie Junge, Kranke wie Angehörige.

Das fördert den Austausch und trägt dazu bei, den Tod zu enttabuisieren. Mit ihrem

innovativen Ansatz zählt das Uniklinikum in Homburg zu den 100 Siegerprojekten des

Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“, der dieses Jahr unter dem

Motto „Offen denken – Damit sich Neues entfalten kann“ stand.

Ausgerichtet wird der Wettbewerb seit mehr als zehn Jahren von der Standortinitiative

„Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank, um zahlreiche innovative

Medizinprojekte zu ehren.

Die Gewinner zeigen, so die Jury, wie durch Experimentierfreude, Neugier und Mut

zum Umdenken zukunftsweisende Innovationen entstehen können. Die Vielfalt der

„Ausgezeichneten Orte“ spiegele das große Potenzial von Offenheit für unsere Gesell-

schaft wider.

(maw)

Schmerzmedizin 2017; 33 (4)

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